Montag, 27.09.2021

„Schöpfen, Gautschen, Legen…und am Schluss einen Kopfstand machen“

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe KAB AB-Stadt und Land

Aschaffenburg
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Gruppenfoto
Ein Teil der Gruppe vor dem Kopfstand-Haus
Foto: Heimbeck
Foto20Kartonagen
Aktenkarton war einer der ehemaligen "Topseller" der Papiermühle
Foto: Heimbeck
Foto20alte20Presse
Mit viel Muskelkraft musste hier gedreht werden, um das Papier zusammenzupressen
Foto: Heimbeck
Am letzten Donnerstag der bayerischen Schulferien war es wieder soweit: Zeit für die Oma-Opa-Enkelfahrt der KAB! Der Bus brachte 34 erwartungsfrohe große und kleine Fahrgäste am 9. September zunächst in die Papiermühle Homburg/Triefenstein...
Am letzten Donnerstag der bayerischen Schulferien war es wieder soweit: Zeit für die Oma-Opa-Enkelfahrt der KAB! Der Bus brachte 34 erwartungsfrohe große und kleine Fahrgäste am 9. September zunächst in die Papiermühle Homburg/Triefenstein. Papiermüller Follmer sowie zwei Mitarbeiterinnen führten durch die Mühle. Wer hätte gewusst, dass es früher nicht Holz gewesen ist, sondern alte Lumpen, die als Grundstoff für die Papierherstellung dienten? Frauen und Kinder (!) mussten diese erst zerkleinern, ehe sie mit Wasser als Brei in großen Bütten (daher der Name Büttenpapier) landeten. Von dort wurde der Brei von Hand geschöpft (auf Wunsch des Auftraggebers mit einem Sieb, in das sein eigenes Drahtsymbol, das sog. Wasserzeichen, eingearbeitet worden war), gegautscht (das Wasser ausgepresst) und schließlich gelegt. Der hölzerne Aufbau auf der Mühle, versehen mit Lüftungsklappen, diente als Trockenboden, in dem Rosshaarseile gespannt waren zum Aufhängen der großen Bögen. Der hauptsächlich dort hergestellte Pappkarton wurde u.a. für Aktendeckel benötigt: rote für Finanz-, grüne für Regierungs- und gelbe für Justizbehörden sowie blaue fürs Staatsarchiv. Die Mühle ist nicht mehr offiziell in Betrieb, doch gibt es eine Auswahl Briefpapier und Karten, hergestellt auf Originalmaschinen, im Museumsshop.
Nach dem Mittagessen im Ort führte ein kurzer Spaziergang zur Burkardusgruft, einem Andachtsort in einer Höhle unterhalb der Homburg, wo der Sage nach der erste Bischof von Würzburg Zuflucht vor Verfolgern gefunden hatte. Mittels eines vor dem Eingang zur Höhle auf wundersame Weise entstandenen Spinnennetzes entging er seiner Verhaftung.
Danach hieß es: „Auf zur 2. Station des Tages!“ Der Bus fuhr weiter nach Wertheim Village – natürlich nicht zum Shopping, sondern zu „Toppels verdrehter Welt“, wo alles, wirklich alles auf dem Kopf steht: Haus, Möbel, Badezimmer, Küche, sogar das Auto und die Hundehütte. Hier konnten die Familien nach Herzenslust verrückte Fotos schießen und sich im Anschluss noch auf der Terrasse (wo dankenswerterweise alles richtig herum steht!) mit einem Imbiss stärken.
Pünktlich auf die Minute erreichte der Bus um 17 Uhr den Volksfestplatz Aschaffenburg, von wo aus die Fahrt morgens um 9 Uhr gestartet war. Bestens gelaunt verabschiedeten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der ehrenamtlichen Reiseleiterin Gisela Heimbeck und äußerten den Wunsch nach einer Wiederholung des (vielleicht sogar unmaskierten) Ausflugs im kommenden Jahr - dann zu einem anderen spannenden Ziel. Die KAB tut ihr Bestes, versprochen!
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