Donnerstag, 24.06.2021

Aktion Blühende Flur- Grüner Tisch in Großwallstadt

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Jagd, Tier- und Naturschutz

Großwallstadt
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Foto: Bayrischer Jagdverband München
Am Donnerstag, 13.02.2020 lud die Jägerschaf Großwallstadt zu einer „Grünen Runde“ im Weingut Scherer ein. Jeder, der etwas für die Natur, die Insekten und das Niederwild in Großwallstadt tun möchte, war eingeladen...
Am Donnerstag, 13.02.2020 lud die Jägerschaf Großwallstadt zu einer „Grünen Runde“ im Weingut Scherer ein. Jeder, der etwas für die Natur, die Insekten und das Niederwild in Großwallstadt tun möchte, war eingeladen.
Mit dabei waren Vertreter der Landwirte, der Jäger, der Imker, der Ameisenwarte, des Obst- und Gartenbauvereines, Privatgrundstücksbesitzer und Vertreter verschiedener Parteien und Organisationen, um über die Verbesserung der Lebensbedingungen in der Flur zu diskutieren.
Man war sich einig, einen „Runden, grünen Tisch“ zu gründen und sich in regelmäßigen Abständen zu treffen. An diesem runden Tisch sollen nach und nach Ideen Einzelner diskutiert werden, um diese sinnvoll umzusetzen.
Begonnen hat dieser Runde Tisch, der „Aktion Blühende Flur“ genannt wurde, bereits im Frühjahr 2019, als der Lebensraumberater des AELF, Bastian Dürr, der Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde, Siegmar Hartlaub und Vertreter der Landwirte auf Einladung der Jägerschaft einen Flurbegang unternahmen, um geeignete Flächen rauszufiltern, auf denen die Lebensbedingungen für Insekten und Wild verbessert werden können. Ein erster Schritt wurde dann 2019 umgesetzt, nun soll dieser Faden weitergesponnen werden.
Dazu wird ein Gremium die zur Verfügung stehenden Flächen kartieren und man will versuchen, eine Vernetzung dieser Flächen zu erreichen.
Dazu muß evtl. mit Landwirten getauscht werden, denn es nutzt wenig, wenn eine Fläche an der B 469 als Blühfläche zur Verfügung gestellt und damit das Wild direkt an die Straße gelockt wird. Die Landwirte zeigten sich äußerst kompromissbereit, so dass mit einem guten Ergebnis gerechnet werden kann.
Es gibt Interessenten, die wieder Hafer und andere zur Fütterung von Tieren notwendige Getreidesorten anbauen wollen und hierbei möglichst auf Spritzen der Flächen verzichtet werden soll.
Andere sind interessiert an Bienenweiden, um mehr Bienenstöcke halten zu können. Auch die Hecken, die zum größten Teil bereits verschwunden sind, sollen im Programm unbedingt auftauchen, da diese für das Niederwild zur Äsung und auch Fluchtmöglichkeit äußerst wichtig sind, aber auch für die Insektenwelt eine unverzichtbare Nahrungsquelle darstellen.
Auch werden sich die Menschen an eine nicht mehr so aufgeräumte Flur gewöhnen müssen, denn gerade in den Brachen, die im Winter unordentlich aussehen, legen Insekten ihre Eier in den Hohlstängel mancher Blühpflanze und der Hase oder der Fasan findet Deckung vor den Greifvögeln und Äsung.
Wenn die Kartierung vorgenommen wurde, wird der grüne Tisch sich wieder treffen und weitere Maßnahmen beraten.
Hier soll auch nochmals darauf hingewiesen werden, dass die Jagdgenossenschaft 2019 einen Beschluß zur Bezuschussung des Saatgutes gefasst hat und jedermann einen Antrag zur Förderung stellen kann – auch für kleinste Flächen.
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