Gigantomanie und Nationalsozialismus: Exkursion der Q11 des JEGs zum Nürnberger Dokumentationszentrum „Reichsparteitagsgelände“

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe JEG

Elsenfeld
1 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Ausstellung_NC3BCrnberg
Beeindruckend: Blick in die Ausstellung zum Thema: "Nürnberg - Stadt der Reichsparteitage".
Foto: Ball
Wer schon einmal vor der Kongresshalle in Nürnberg stand, der kennt die enorme, geradezu erschlagende Größe dieses monumentalen Bauwerks, das dem berühmten Colosseum in Rom stark ähnelt. Ursprünglich für Tagungen der NSDAP konzipiert, dient der 39 Meter hohe Koloss heute vor allem als Räumlichkeit f...
Wer schon einmal vor der Kongresshalle in Nürnberg stand, der kennt die enorme, geradezu erschlagende Größe dieses monumentalen Bauwerks, das dem berühmten Colosseum in Rom stark ähnelt. Ursprünglich für Tagungen der NSDAP konzipiert, dient der 39 Meter hohe Koloss heute vor allem als Räumlichkeit für ein Museum samt Interimsausstellung „Nürnberg - Ort der Reichsparteitage“.
Um sich vor Ort selbst ein Bild von der nationalsozialistischen Überwältigungsarchitektur zu machen, besuchte die Jahrgangsstufe Q11 des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld am 30.03.2022 das ehemalige Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Während der von den Lehrkräften geleiteten Führung über das Gelände zeigten sich die Schülerinnen und Schüler sichtlich schockiert über die Ausmaße der Monumentalarchitektur des Dritten Reiches: Exorbitante NS-Bauten wie das Zeppelinfeld, das um das Zwölffache größer als ein herkömmliches Fußballfeld ist, oder die „Große Straße“, bestehend aus 60. 000 massiven Granitplatten, zieren das um den Dutzendteich angelegte historische Areal. Kurz gesagt: Die „Faszination und Gewalt“ der nationalsozialistischen Herrschaft finden sich zweifelsohne in den noch erhaltenen Bauwerken wieder. Trotzdem scheint über dem gesamten Gelände unentwegt die Frage zu schweben, was mit derartigen Überresten des NS-Zeit geschehen soll. Überreste, die an die unentwegten Kriegspropaganda sowie den zahlreichen Masseninszenierungen, die damals elitären Sonderveranstaltungen glichen, erinnern. Heute gelten die Bauwerke als historisch wertvolle Zeitzeugen inmitten der Stadt, die 1933 bis 1938 das Zentrum der NS-Reichsparteitage war.
Rückblickend bot die Exkursion nach langwieriger Corona-Pause eine Abwechslung vom üblichen Schulalltag und ergänzte den Geschichtsunterricht obendrein durch Realbegegnungen mit architektonisch-historischen Zeugnissen. Sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler zeigten sich besonders beeindruckt von dem hautnahen Blick in die deutsche Vergangenheit. Überwältigt von den zahlreichen neuen Eindrücken und Erkenntnissen zum Thema Nationalsozialismus trat man schließlich die Heimfahrt an.
Die Q11 bedankt sich bei den engagierten Lehrkräften der Fachschaft Geschichte, v. a. bei Joachim Schweizer, der für die Organisation und Leitung dieser lehrreichen Exkursion verantwortlich war.
Sabrina Ball
Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!