White Horse am HSG

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Hermann-Staudinger-Gymnasium

Erlenbach a.Main
2 Min.

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Die vier Schauspieler des White Horse Theatre bei "Dorian Gray"
Foto: Lange
Das White Horse Theatre ist nun schon fast eine Institution am Hermann-Staudinger-Gymnasium – auch wenn die Pandemie unser Leben zwei Jahre lang bestimmte. Dieses Jahr kamen zumindest drei Jahrgangsstufen endlich wieder in den Genuss zweier brillanter Theaterstücke in englischer Sprache...
Das White Horse Theatre ist nun schon fast eine Institution am Hermann-Staudinger-Gymnasium – auch wenn die Pandemie unser Leben zwei Jahre lang bestimmte. Dieses Jahr kamen zumindest drei Jahrgangsstufen endlich wieder in den Genuss zweier brillanter Theaterstücke in englischer Sprache.
Wenn der weiße Sprinter mit dem Aufdruck ″White Horse Theatre″ in den Schulhof rollt, dann befinden sich darin nicht nur alle Requisiten, Bühnenbilder und Kostüme für drei Theaterstücke, sondern auch die persönlichen Habseligkeiten der vier britischen AkteurInnen, die sie auf ihrer monatelangen Tournee durch Deutschland benötigen. Welche der drei Stücke dann aufgeführt werden, ist zwar in der Regel vorher abgeklärt, kann aber theoretisch auch noch direkt am Morgen geändert werden. An vielen Schulen werden hintereinander alle drei Stücke aufgeführt, unterbrochen von kurzen Umbaupausen und Wechsel des Publikums. Die Stücke richten sich an Unter-, Mittel- und Oberstufe und sind dementsprechend vom Sprachniveau her angepasst.
Das HSG beschränkte sich dieses Jahr auf das Unterstufenstück ″The Empty Chair″ und das Oberstufenstück ″The Picture of Dorian Gray″.
Die 6. und 7. Klassen folgten gebannt dem Geschehen um Robbie und seine Mutter, die den Weggang ihres Vaters und Ehemanns bedauern, sich seitdem mehr schlecht als recht durch den Alltag kämpfen und immer wieder hoffen, dass der „empty chair“ am Tisch wieder besetzt wird. Als dann auf einmal Jared, ein Fremder ″from a very long way away″ auftaucht, ist Robbie überzeugt, dass es sich um einen Außerirdischen handelt, und Mrs Rumple begeistert vom dem zwar etwas seltsamen, aber höflichen, hilfsbereiten und liebenswerten Fremden. Nach vielen Wirrungen raufen sich die drei zusammen und Jared nimmt den ″empty chair″ ein. Das Stück behandelt die Realität vieler Kinder in der heutigen Zeit, die nicht in einer ″traditionellen Familiensituation″ aufwachsen. Der Autor des Stückes und zugleich Leiter des White Horse Theatre schreibt hier aus seiner eigenen Erfahrung als Stiefvater und den damit verbundenen Schwierigkeiten. Die lebensnahe Thematik und das brillante Spiel der Akteure fesselten die 160 SchülerInnen und ließen sie nach 60 Minuten in tosenden Applaus ausbrechen. Im Anschluss an das Stück bestand die Möglichkeit, Fragen zu stellen, wovon die Kinder regen Gebrauch machten, auch wenn natürlich alles auf Englisch ablaufen musste.
Im Stück für die Oberstufe ging es dann wesentlich ernster zu. Der reiche und schöne Dorian Gray, Hauptfigur des einzigen Romans von Oscar Wilde, besitzt ein Porträt, das statt seiner altert und in das sich die Spuren seiner Sünden einschreiben. Während Gray immer maßloser und grausamer wird, bleibt sein Äußeres dennoch jung und makellos schön. - Die Handlung des Romans, die seinerzeit als anrüchig galt, behandelt die Moralität von Sinnlichkeit und Hedonismus im Viktorianismus und die Dekadenz der englischen Oberschicht. Am Ende waren sich alle einig - die Aufführungen waren ein Genuss!
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