Mittwoch, 20.03.2019

Einmal im Netz, immer im Netz

Holger Weber referiert über die Gefahren im Netz
Samira Hanke
Dienstag, 26. 02. 2019 - 21:24 Uhr

"Dein ganzes Leben ist online und kann gegen dich verwendet werden.“ Diese Aussage mag radikal klingen, doch im Großen und Ganzen wird es durch die rasanten Veränderungen der letzten Jahre und die zahlreichen neue Möglichkeiten, die uns noch bevorstehen, immer mehr in diese Richtung hinauslaufen...

"Dein ganzes Leben ist online und kann gegen dich verwendet werden.“ Diese Aussage mag radikal klingen, doch im Großen und Ganzen wird es durch die rasanten Veränderungen der letzten Jahre und die zahlreichen neue Möglichkeiten, die uns noch bevorstehen, immer mehr in diese Richtung hinauslaufen. All dies thematisierte Holger Weber in seinem Vortrag zur "Webhygiene" vor der Schülerschaft des Hermann-Staudinger-Gymnasiums und in einem Abendvortrag vor den Eltern der Schüler und Schülerinnen.
Wie vor allem die Enthüllungen des amerikanischen Whistleblowers Edward Snowden zeigen, war die Masse an Daten, die durch die Verwendung von Online-Diensten wie Google, Facebook, Amazon & Co gesammelt werden, lange Zeit nicht bekannt und auch heute noch ist das wahre Ausmaß, wie genau diese Dienste über unser alltägliches Leben Bescheid wissen, nur schwer zu erahnen.
Snowdens Enthüllungen sind darum auch die Grundlage für Gegenmaßnahmen wie etwa die berühmt berüchtigte Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Egal ob beim Surfen, Chatten oder Einkaufen (und das durch z.B. Kunden-Karten nicht nur beim Online-Shopping!), bei fast sämtlichen täglichen Aktivitäten wird jedes noch so kleine Detail des Nutzungsverhaltens gespeichert und analysiert. Wer hätte gedacht, dass die Bewegungen der Maus Rückschlüsse auf die Stimmungslage des Nutzers zulassen oder das eine Schwangerschaft anhand von nur 25 Artikeln im Einkaufswagen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bestimmt werden kann? Undenkbar, welches Bild also Facebook mit seinen ca. 29 000 Kriterien von jedem seiner Nutzer kreiert. Dieses Bild wiederum dient als Grundlage für personalisierte Werbung, die zwar durchaus auch Vorteile zugunsten der Bequemlichkeit des Nutzers bietet, jedoch auch z.B. die politische Meinung beeinflussen und somit zu Wahlmanipulation führen kann. „Das klingt zugegebenermaßen alles nach Science-Fiction“, gibt sogar Holger Weber selbst zu, „aber vor gar nicht allzu langer Zeit galt das auch noch für z.B. sich automatisch öffnende Türen oder die „Kommunikatoren“ aus Star Trek, ebenso wie für viele andere Erfindungen die aus unserem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken sind.“ Wie kann man sich aber nun vor diesen Gefahren schützen? „Der beste Schutz ist der gesunde Menschenverstand“, sagt Holger Weber und gibt Entwarnung. Ohne digitale Medien leben funktioniert nicht mehr, aber davor gewappnet sein ist Pflicht eines jeden Benutzers. Die vielen Nachfragen zeigten die Aktualität dieses Themas

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