Mittwoch, 04.08.2021

Herbstwanderung des Heimatvereins Weilbach-Weckbach

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Heimatverein Weilbach-Weckbach e.V.

Weilbach
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Grenzstein
Foto: Theodor Stolzenberg
Herbstwanderung des Heimatvereins Weilbach-Weckbach
Foto: Theodor Stolzenberg
ehem. Wasserwerk Sansenhof
Foto: Theodor Stolzenberg
Wie in den vergangenen Jahren bot der Heimatverein Weilbach-Weckbach für seine Mitglieder und Freunde eine geführte Wanderung an. Am Samstag, 10.10.2020 traf man sich zur Bildung von Fahrgemeinschaften in Weckbach am Dorfgemeinschaftshaus...
Wie in den vergangenen Jahren bot der Heimatverein Weilbach-Weckbach für seine Mitglieder und Freunde eine geführte Wanderung an.

Am Samstag, 10.10.2020 traf man sich zur Bildung von Fahrgemeinschaften in Weckbach am Dorfgemeinschaftshaus. Anschließend fuhr man zum Gasthof Ohrnbachtal, dem Ausgangspunkt der ca. zweistündigen Wanderung.

Unter sachkundiger Führung von Heinz Berres ging es von dort zum historischen Wasserwerk Sansenhof. Vor Ort berichtete Heinz Berres von seinen Recherchen im Fürstlich-Leiningenschen Archiv in Amorbach. Demnach wurde von der damaligen Besitzerfamilie Trunk bereits während des 1. Weltkriegs eine Wasserversorgung für den unter enormer Trockenheit leidenden Gutsbesitz Sansenhof geplant und bei der Königlichen Wasserwirtschaftsbehörde in München beantragt. Erst Anfang der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts - 16 Jahre später - konnten die Planungen realisiert werden und im Jahr 1937 ging eine ca. 2 Kilometer lange, 200 Höhenmeter überwindende eiserne Wasserleitung in Betrieb. Gefasst wurden zwei in der Nähe des Pumphauses oberhalb am Hang liegende Quellen mit ausreichender Schüttung. Eine Entsäuerungsanlage zwischen den Quellen und der eigentlichen Pumpanlage war zwischengeschaltet. Die vorab auf mehr als 15 Kubikmeter Wasser täglich geschätzte Versorgung für die ca. 20 Einwohner des Sansenhofes (pro Kopf wurden damals schon ca. 80 Liter Wasser am Tag angesetzt!), den Bestand an Groß- und Kleinvieh sowie für die damals bestehende Industriealkohol-Brennerei, konnte jedoch nicht immer erreicht werden, da die hydraulisch betriebene Pumpanlage sehr störungsanfällig war. Wie Heinz Berres in Gesprächen mit Herrn Rinklef, dem Vorbesitzer der heutigen Golfanlage Sansenhof, in Erfahrung bringen konnte, wird die Wasserversorgung heute durch mehrere eigens gebohrte Tiefbrunnen gewährleistet.

Nach einer kurzen Rast in der Nähe des Wasserwerks ging es über den Ohrnbachtaler Wanderweg Nr. 2 zum Gasthof Ohrnbachtal zurück. Unterwegs konnte man noch einen großen, sehr gut erhaltenen Grenzstein des Königreichs Bayern besichtigen, der die Grenze der Gemarkungen Weilbach und Amorbach im Königreich Bayern und der Gemarkung Breuberg im Großherzogtum Hessen markierte.

Eine Einkehr mit gemütlichem Beisammensein im Gasthof Ohrnbachtal beschloss die Herbstwanderung des Heimatvereins.

Ekkehart Schaefer
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