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Geschichtsverein: Vorsitzende Michaela Gagola im Amt bestätigt

Montag, 18. 11. 2019 - 09:08 Uhr

Schöllkrippen. Vorstandswahlen standen im Mittelpunkt der jüngsten Jahreshauptversammlung des Heimat- und Geschichtsvereins Oberer Kahlgrund im Sackhaus. Einstimmig wurde Michaela Gagola (Schöllkrippen), seit drei Jahren Vorsitzende des HGV, im Amt bestätigt. Zur zweiten Vorsitzenden wählten die 16 anwesenden Mitglieder Karin Thoma (Schöllkrippen), die seit mehr als 30 Jahren im 1982 gegründeten HGV im Vorstand aktiv ist. Nachdem sich bei den von HGV-Mitglied Theo Grünewald geleiteten Wahlen für den Schriftführerposten niemand fand, werden Gagola und Thoma dieses Amt gemeinsam übernehmen. Die Kasse des 102 Mitglieder zählenden Vereins führt künftig Helge Wittig (Schöllkrippen), der auch HGV-Gästeführer (Gäfü) und in der Mittelalter-Tanzgruppe »Pasquillen-Danserey“ tätig ist. Wittig löst Doris Pfaff (Wiesen) ab, die nach rund 15 Jahren im HGV- Vorstandskreis, anfänglich als Beirätin und zuletzt als Kassenwartin und Schriftführerin, nicht mehr kandidierte. Im Beirat bleiben der Vorsitzende der Schöllkrippener Spessartbund-Ortsgruppe Gerhard Stühler mit Themenschwerpunkt Spessart, Natur und Glas sowie Alban Backert, Ex-Präsident der Karnevalsgesellschaft Schöllkrippen. Zu neuen Beisitzern gewählt wurden die „Danserey“- Aktive Erika Pfeifer (Mömbris-Schimborn) und Peter Glaser (Schöllkrippen), „ein Mann für alle Fälle.“ Ausgeschieden aus dem Beirat ist nach vielen Jahren Isot Reinhart (Westerngrund-Huckelheim), die aber weiterhin bei den Gäfüs und den Tänzern bleiben will. Nicht mehr zur Wahl stand Martin Hahn (Schöllkrippen), der drei Jahre im HGV-Beirat und maßgebender Initiator des in 2018 örtlich umgesetzten Projekts „DenkOrte Aumühle-Schöllkrippen“ war. Wie berichtet hatte der HGV voriges Jahr im Rahmen des Würzburger Projekts „DenkOrt Aumühle“ zwei Gedenkkoffer anfertigen lassen, zur Erinnerung an jüdische Mitbürger, darunter auch sieben aus Schöllkrippen, die zwischen 1941 und 1944 vom Würzburger Ladebahnhof Aumühle in Vernichtungslager verschleppt worden waren. Während der eine Koffer bereits am 9. November 2018 - dem 80. Jahrestag der Pogromnacht von 1938 - neben dem Schöllkrippener Synagogen-Denkmal in der Laudenbacher Straße installiert wurde, befindet sich der zweite noch im Rathaus. Solange, bis das zentrale umbenannte Denkmal "DenkOrt Deportationen 1941-1944. Wir erinnern an die jüdischen NS-Opfer Unterfrankens“ vor dem Würzburger Hauptbahnhof, am Rand des Bahnhofsplatzes auf der östlichen Seite, realisiert wird.Im HGV hofft man, dass der zweite Koffer nächstes Jahr im Würzburger Gesamtdenkmal installiert werden kann. Weitere Vereinsvorhaben wurden in der Jahresversammlung nicht bekannt. Sie werden voraussichtlich in der geplanten Jahresbeginn-Feier im Januar von den Aktiven festgelegt. Fest steht freilich, dass das Museum im Sackhaus wie bisher jeden ersten Sonntag im Monat von 14 Uhr bis 16 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet hat. Neu im Aufbau ist hingegen die HGV-Internetseite www. hgv-oberer-kahlgrund.de

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