Dienstag, 22.10.2019

Jahresausflug des Heimat- und Geschichtsvereins

Ausflug des Heimat- und Geschichtsvereins nach Marburg
Marlies Hock, Heimat- und Geschichtsverein
Mittwoch, 09. 10. 2019 - 19:56 Uhr

Marburg war das Ziel der diesjährigen Jahresfahrt des Heimat- und Geschichtsvereins Haibach. Die Stadt ist bekannt als Wirkungsstätte der heiligen Elisabeth von Thüringen. Hierher hatte sich die Landgräfin von Thüringen nach dem Tod ihres Gatten zurückgezogen, ein Krankenhaus für die Armen gegründet...

Marburg war das Ziel der diesjährigen Jahresfahrt des Heimat- und Geschichtsvereins Haibach. Die Stadt ist bekannt als Wirkungsstätte der heiligen Elisabeth von Thüringen. Hierher hatte sich die Landgräfin von Thüringen nach dem Tod ihres Gatten zurückgezogen, ein Krankenhaus für die Armen gegründet und bis zu ihrem frühen Tod als einfache Pflegerin gearbeitet. Daher begann auch die Stadtführung in zwei Gruppen an und in der Elisabethenkirche. Diese wurde als erste gotische Hallenkirche rechts des Rheins nach französischem Vorbild über dem Grab der Heiligen gebaut. An sie erinnert in der Kirche ein gotischer Flügelaltar mit Darstellungen der ihr zugedachten Wunder, ein Mausoleum über ihrem Grab, das Elisabethfenster im Hohen Chor mit Stationen ihres Lebens und der goldene Schrein zur Aufbewahrung ihrer Gebeine (der mittlerweile allerdings leer ist) in der Sakristei.
Doch nicht nur die hl. Elisabeth wirkte in Marburg, einige Jahrhunderte später studierten die Gebrüder Grimm in der Universitätsstadt. Deshalb versteht sich Marburg auch als Grimm – Stadt, deren mittelalterliches Flair an die Zeit der Märchen erinnert. So wurden die beiden Haibacher Gruppen an wunderschönen Fachwerkhäusern und Grimm’schen Märchenfiguren vorbei zur Oberstadt mit seinem schönen Rathaus geführt. Für eine Gruppe endete hier die Führung, die zweite stieg noch weiter hoch bis zum Landgrafenschloss, das heute im Besitz der Universität ist und u. a. ein Museum für Kulturgeschichte beherbergt. Von hier hatte man einen schönen Blick über die Stadt.
Nach der Mittagspause schloss sich noch eine Fahrt entlang der Lahn nach Weilburg an. Die Schlossanlage auf einem Felssporn hoch über der Lahnschleife gilt als eine der schönsten Deutschlands. Hier residierten einst die Fürsten von Hessen – Nassau. Beim Gang durch die herrschaftliche Park- und Gartenanlage beeindruckten vor allem die Blutbuchen aus dem 19. Jahrhundert mit ihrem gewaltigen Stamm- und Wurzelwerk.
Die Abendeinkehr war in Laubach, einem kleinen Dorf im hinteren Taunus vorbereitet. Bei gutem Essen wurden die Teilnehmer der Fahrt wie jedes Jahr von einer Gesangsgruppe der Haibacher Buchfinken unter der Leitung von Manfred Bendert bestens unterhalten.
Nach Ansicht der Teilnehmer war es wieder ein gelungener Ausflug und so mancher freut sich schon auf nächstes Jahr.
Marlies Hock

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