Sonntag, 18.04.2021
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Hoffnungsschimmer im Haus St. Franziskus in Großostheim

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Haus St. Franziskus Großostheim

Großostheim
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Kapelle im Haus St. Franziskus in Großostheim
regenbogenfarbig schillernder Boden in der Kapelle im Haus St. Franziskus in Großostheim
Foto: Eveline Ehmann
Seit einigen Wochen läuft im Haus St. Franziskus in Großostheim das Leben anders. Viele Bewohner winken ab, wenn sie das Wort „Corona“ nur hören. Sie wünschen sich so sehr, dass der Alltag wieder einkehrt...
Seit einigen Wochen läuft im Haus St. Franziskus in Großostheim das Leben anders.
Viele Bewohner winken ab, wenn sie das Wort „Corona“ nur hören. Sie wünschen sich so sehr, dass der Alltag wieder einkehrt. Dass ihre Liebsten wieder zu Besuch kommen dürfen. Dass in den Gruppenräumen wieder zusammen gesungen, gelacht und miteinander geplauscht wird. Doch es ist ruhig geworden. Gegessen wurde in den Zimmern, spazieren gegangen wurde alleine oder mit einer Pflegekraft.
Die Pandemie hat ihre Konsequenzen. Besuchsverbot bzw. Einschränkungen, Kohortenisolierung, Unsicherheit und Ängste.

Die Mitarbeiter des Hauses verstehen die Ängste und Sorgen und haben gehandelt. Seit ein paar Tagen darf unter gewissen Voraussetzungen eine feste Kontaktperson wieder zu Besuch kommen. Damit der Kontakt aber auch zu allen Angehörigen und Freunden aufrecht erhalten werden kann, bietet St. Franziskus aktiv Videotelefonie und „Fensterln“ an.

Es wurde ein Fenster eingerichtet, an dem mit dem notwendigen Sicherheitsabstand und unter Einhaltung der erforderlichen Hygienemaßnahmen, ein Treffen mit den Angehörigen und Freunden arrangiert werden kann. Die ersten Zusammenkünfte waren nach der langen Zeit sehr emotional und haben bei manch einem ein nasses Auge hinterlassen.

Es ist eine anspruchsvolle, herausfordernde Zeit. Aber es ist auch eine Zeit, in dem das Haus ein Zusammenhalt und Anteilnahme spürt, die bisher selten so erlebt wurde. Anteilnahme, die Gänsehaut verursacht.

Viele private Helfer und Firmen unterstützen die Bewohner und Mitarbeiter in dieser schwierigen Zeit, mit Speisen, Getränken, Schutzausrüstungen, Dekorationen, musikalischen Darbietungen sowie mit vielen Worten des Zuspruchs und der Motivation.

All‘ diese Unterstützung hat das Haus tief berührt und ist dafür sehr dankbar. Die Mitarbeiter sind froh über das Verständnis, die Umsicht und Besonnenheit. Ihr Wunsch ist es, dass alle positiv in die Zukunft schauen.

Ein Blick in die hauseigene Kapelle hilft hier besonders. Wenn die Sonne scheint, schimmert es regenbogenfarbig auf den Boden herab.
Wenn das kein Hoffnungsschimmer von oben ist.
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