Montag, 17.06.2019

„Was – den ganzen Tag Schule?“ – Gebundene Ganztagsschule am Hanns-Seidel-Gymnasium

Hanns-Seidel-Gymnasium
Donnerstag, 25. 04. 2019 - 17:23 Uhr

12:30 Uhr am gebundenen Ganztag des Hanns-Seidel-Gymnasiums in Hösbach. Es herrscht buntes Treiben. Schüler*innen binden sich Schürzen um, greifen zur Harke oder steigen in einen Imkeranzug. Andere tanzen, gehen Ball spielen oder greifen einen Golfschläger...

12:30 Uhr am gebundenen Ganztag des Hanns-Seidel-Gymnasiums in Hösbach. Es herrscht buntes Treiben. Schüler*innen binden sich Schürzen um, greifen zur Harke oder steigen in einen Imkeranzug. Andere tanzen, gehen Ball spielen oder greifen einen Golfschläger. Wieder andere wählen in der Mensa ihr Mittagsmenu oder planen in der Offenen Werkstatt mit dem Pädagogischen Team die Freistunde. Die doppelstündige Mittagspause hat begonnen – die Zeit, in der die Neigungsgruppen ihren Platz am gebundenen Ganztag haben. Diese haben die Schüler*innen nach Interesse für sich gewählt. „Das ist eine tolle Art, seine Freizeit zu verbringen“, äußert sich ein Fünftklässer begeistert dazu. Warum? Weil seine Klassenkameraden ebenfalls den Nachmittag in der Schule verbringen und sie die Angebote gemeinsam nutzen können. Zu Hause müssten sie sich erst verabreden – häufig kein einfaches Unterfangen, wenn man in weit entfernten Ortschaften wohnt. Und neue Hobbys haben sie in den Neigungsgruppen auch entdeckt. Klingt schön und ist es auch! Zugleich ist es aber auch eine Herausforderung, denn die Schüler*innen müssen sich in jahrgangsübergreifenden Gruppen bewähren. Ein Teamplayer zu werden ist nicht immer ganz einfach, funktioniert dann aber doch. Denn diese sozialen Prozesse werden durch das Pädagogische Team kompetent begleitet. Die Schüler*innen lernen somit wichtige Social Skills, wie Kompromisse zu schließen, Gespräche angemessen zu führen, die eigene Meinung zu vertreten und den eigenen Platz in einer Gruppe zu finden.
Um Selbstständigkeit und eine zielgerichtete Arbeitshaltung zu fördern, gibt es zudem begleitete Lernzeiten und für schriftliche Arbeiten Wochenplanstunden. Dabei gilt es sich zu strukturieren und sinnvoll Prioritäten zu setzen. Gelingt das nicht von Anfang an, unterstützen die Fachlehrkräfte. Nach sechs Unterrichtsstunden, zwei Freistunden und zwei Stunden Lern- und Arbeitszeit, die rhythmisiert auf den Tag verteilt werden, endet der Ganztagsbetrieb von Montag bis Donnerstag um 16:15 Uhr. „Es ist eine Umstellung, wenn man sein Kind nicht schon an einer Ganztagsschule hatte, aber mir fällt es schwerer als meinem Sohn“, äußert sich eine Mutter zum Ganztag. Eine andere ergänzt: „Ja, aber sie sind an einer kleinen Schule innerhalb einer großen und sie haben ihre Freunde die ganze Zeit um sich, und“, fügt sie mit Augenzwinkern hinzu, „das Mama-Taxi ist nicht mehr ständig auf Achse.“

Sabine Pichler

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