Montag, 24.09.2018

In den Tiefen der Weltmeere - Linoldruck in der Grundschule Großheubach

Das Gemeinschaftswerk der Klasse 4b
Christine Jäger
Donnerstag, 28. 06. 2018 - 08:32 Uhr

"Wir tauchen ab in die Tiefen der Weltmeere" stand in großen Buchstaben an der Tafel, als die Schüler der Klasse 4b den Kunstraum betraten. So eingestimmt konnte es direkt losgehen. Die Künstlerin Sandra Wörner zeigte den Kindern das Material, mit dem sie an den drei Kunsttagen arbeiten würden...

"Wir tauchen ab in die Tiefen der Weltmeere" stand in großen Buchstaben an der Tafel, als die Schüler der Klasse 4b den Kunstraum betraten.
So eingestimmt konnte es direkt losgehen. Die Künstlerin Sandra Wörner zeigte den Kindern das Material, mit dem sie an den drei Kunsttagen arbeiten würden – Leinwand, Acrylfarbe, Farbwalze, Handreiber, Schneidewerkzeug und natürlich die Druckplatte aus Soft-Cut-Gummi - ein Ersatz für die Linoleumplatte, der leichter zu bearbeiten ist. Ab jetzt arbeiteten die Kinder in kleineren Gruppen, damit sich Frau Wörner intensiv jedem Einzelnen zuwenden konnte, was gerade für das spätere Schneiden sehr wichtig war.
Zuerst bekam jeder Schüler eine Leinwand und grundierte diese mit blauer Farbe. Danach ging es um das Motiv, das gedruckt werden sollte. Welche Tiere leben im Meer? Wie sehen sie aus? Mit Bleistift entstanden auf Papier Skizzen von Walen, Haien, Delfinen und Kraken. Bei Unsicherheiten halfen Bilder, die Frau Wörner bereitgelegt hatte. Die angefertigten Zeichnungen wurden anschließend auf die Soft-Cut-Platte übertragen.
Jetzt konnte es eventuell gefährlich werden, denn nun wurde mit dem Schneidewerkzeug gearbeitet. Deswegen zeigte Frau Wörner den jungen Künstlern ganz genau, wie sie das Schneidemesser und die Druckplatte halten sollten, ohne sich dabei zu verletzten. „Immer weg vom Körper schneiden!“, war die wichtigste Regel.
Konzentriert schnitten die Kinder auf ihrer Soft-Cut-Platte alles weg, was später im Druck auch nicht zu sehen sein sollte. Das war ganz schön mühsam und anstrengend! Frau Wörner unterstützte immer wieder mit Hinweisen. Trotz großer Vorsicht gab es ein paar kleinere Schnittverletzungen, die der Freude am Arbeiten aber keinen Abbruch taten.
Nun konnte endlich gedruckt werden. Hierfür wurde auf die Druckplatte mit einer Walze Farbe aufgetragen und das Papier und später die Leinwand mit einer Handreibe fest auf die Druckplatte gepresst. Sorgfältiges Arbeiten war hier wichtig, damit sich die Druckplatte nicht verschob. Erstaunt waren die Kinder, wie mühsam das Anfertigen der Druckplatte war und wie schnell damit nun viele Drucke erstellt werden konnten. So entstanden neben dem Druck auf Leinwand auch noch viele andere Drucke, zum Beispiel für Karten. Auch einen großen Meerestierschwarm als Gemeinschaftsarbeit fertigten die jungen Druckmeister an.
Christine Jäger, Klassenlehrerin 4b

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