"Vom Loslassen" - Vollmondweg im Oktober

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Gottesdienst-Teams Pfarreiengemeinschaft Christi Himmelfahrt

Kleinwallstadt
1 Min.

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Foto: vollmond
In den letzten Tagen steht der Herbst nicht nur im Kalender, sondern ist auch tatsächlich spürbar durch die deutlich sinkenden Temperaturen, die frühere Dunkelheit und endlich auch ein bisschen des lang ersehnten Regens – so begrüßte das Vorbereitungsteam die Teilnehmer des „Vollmondweges“, zu dem G...
In den letzten Tagen steht der Herbst nicht nur im Kalender, sondern ist auch tatsächlich spürbar durch die deutlich sinkenden Temperaturen, die frühere Dunkelheit und endlich auch ein bisschen des lang ersehnten Regens – so begrüßte das Vorbereitungsteam die Teilnehmer des „Vollmondweges“, zu dem Gemeindereferent Rainer Kraus mit Team traditionell jeden Monat einlädt. Wie die Natur, die nun loslässt und sich zurückzieht, sind auch wir Menschen eingeladen, einen Gang zurückzuschalten, sich nach innen zu wenden und loszulassen. In diesem Sinne versorgte das Team die Teilnehmer mit „Weg-Impulsen“, um sich auf dem kurzen Spaziergang in die Dunkelheit in Stille darüber Gedanken zu machen, welche Möglichkeiten jeder sieht, sich aus dem Trubel des Alltags auch einmal zurückzuziehen, was „Loslassen“ für jeden Einzelnen bedeutet und was man denn gerne loslassen möchte, um es nicht mit in die dunkle Zeit zu nehmen. Vom „Gott des Loslassens“ erzählte Rainer Kraus an der ersten Station mit dem Gleichnis vom „barmherzigen Vater“: Gott lässt uns Menschen los, lässt uns unsere eigenen Wege gehen, unsere eigenen Entscheidungen treffen und ist uns auch dann noch nah, wenn wir uns von ihm lossagen. Und am Ende steht er zu uns und achtet unser „Loslassen“ von vertrauten Traditionen und eingefahrenen Gewohnheiten, unser Wagnis, neue Wege zu erforschen, unseren Mut, Fehler zu machen und unseren Entschluss, nach all diesen Erfahrungen „verwandelt“ zurück zu kommen. In einer kurzen Meditation wurden diese Gedanken noch einmal vertieft. So befasste sich die Gruppe damit, dass der Mensch nicht immer freiwillig loslässt, es oft schmerzhaft ist, wenn das, was vertraut war, plötzlich fehlt oder das, was gehalten hat, nun nicht mehr trägt. Dieser Schmerz darüber will gefühlt, betrauert, verarbeitet werden. Loslassen bedeutet dann eher: Sein-Lassen. Geschehen-Lassen. Manches lassen wir auch gerne los, denn es kann auch befreiend sein, öffnet Herz und Hände, um Neues zu wagen. Die Bäume in ihrem herbstbunten Kleid können uns Menschen ein Vorbild im Loslassen sein: Sie lehren uns das Urvertrauen in den Kreislauf des Lebens und in einen Gott, der nichts unwiederbringlich verloren gehen lässt, sondern es verwandelt und unverlierbar birgt. Mit dem Schlusssegen stärkte Rainer Kraus das Vertrauen in den Gott des Loslassens, der unser Loslassen zulässt und alle Wege mit uns geht, auch wenn wir noch nicht wissen, wohin sie führen.
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