Vollmondweg zum Herbstanfang

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Gottesdienst-Teams Pfarreiengemeinschaft Christi Himmelfahrt

Kleinwallstadt
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Foto: vollmond
Am Tag nach dem Sturmtief „Fabienne“ wagten sich nur wenige nach draußen, so dass sich am 24. September ein nur kleines, aber feines Trüppchen Interessierter auf den „Vollmond-Weg“ begab, zu dem Gemeindereferent Rainer Kraus mit Team inzwischen schon traditionell eingeladen hatte...
Am Tag nach dem Sturmtief „Fabienne“ wagten sich nur wenige nach draußen, so dass sich am 24. September ein nur kleines, aber feines Trüppchen Interessierter auf den „Vollmond-Weg“ begab, zu dem Gemeindereferent Rainer Kraus mit Team inzwischen schon traditionell eingeladen hatte. Versorgt mit Weg-Impulsen brach die Gruppe nach Begrüßung und Eingangslied in Stille zu einer kurzen Wegstrecke in die Dunkelheit auf, während sie darüber nachdachte, ob es überhaupt noch möglich ist, aufrichtig dankbar zu sein. Wem gegenüber? Und verändert Dankbarkeit etwas im Leben? An der ersten Station half eine Erdungsübung beim „Ankommen“ und eine kurze Meditation vertiefte das Thema: Die Teilnehmer wurden angeregt, sich dankbar an die Früchte ihrer Arbeit in diesem Jahr zu erinnern, an alles, was durch ihre eigene Schaffenskraft gewachsen ist, aber auch an all die Herzensnahrung, die jedem Menschen einfach so, ohne eigenes Zutun, geschenkt wurde. In der Vorstellung verwahrten die Teilnehmer diesen inneren Reichtum in ihrem Herzen, um ihn „haltbar“ zu machen für die kommende dunkle Zeit und verschenkten auch etwas der eigenen Fülle gedanklich an all die Menschen, die ihrer gerade ganz besonders bedürfen. Auch manch harte Nuss oder eigenwillige Dornenranken hält das Leben manchmal bereit – auch mit ihnen dürfen die Menschen vor Gott treten und sich angenommen wissen. Das Gleichnis vom reichen Kornbauern verdeutlichte noch einmal den Sinn des kommenden Erntedank-Festes: Reich vor Gott ist nicht, wer seine Schätze nur für sich sammelt, sondern, wer sie dankbar annehmen und mit anderen teilen kann, als Akt des Ausgleichs für mehr Harmonie und Gleichgewicht auf dieser Welt. Zwischenzeitlich schimmerte das erste Mondlicht verheißungsvoll durch die Wolkendecke und schließlich zeigte sich der Vollmond kurz in seiner ganzen Pracht, während die Gruppe den Vollmond-Weg mit einem gemeinsamen Vaterunser und dem Irischen Segenslied, das den „vollen Mond in dunkler Nacht“ wünscht, abrundete. Rainer Kraus erbat zum Schluss den Segen Gottes, der uns Boden ist, der trägt, hält und an Leib und Seele nährt, die Früchte der Erde schenkt und uns aufträgt, sie verantwortungsbewusst zu nutzen und zu wahren. Im Vertrauen auf die Begleitung Gottes machte sich die Gruppe schließlich auf den Weg nach Hause – und auch in die dunkle Jahreszeit.
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