Hoffnungsvoller Vollmondweg im Dezember

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Gottesdienst-Teams Pfarreiengemeinschaft Christi Himmelfahrt

Kleinwallstadt
1 Min.

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Foto: vollmond
Am 22. Dezember luden Gemeindereferent Rainer Kraus und sein Team zum vorerst letzten Mal zu den „Vollmondwegen“ ein, die im kommenden Jahr eine Pause einlegen. Mit Weg-Impulsen, die zum Nachdenken darüber einluden, was sich Jeder gerade in der vorweihnachtlichen Zeit wünscht, was er hofft oder erwa...

Am 22. Dezember luden Gemeindereferent Rainer Kraus und sein Team zum vorerst letzten Mal zu den „Vollmondwegen“ ein, die im kommenden Jahr eine Pause einlegen. Mit Weg-Impulsen, die zum Nachdenken darüber einluden, was sich Jeder gerade in der vorweihnachtlichen Zeit wünscht, was er hofft oder erwartet – und auch, was er selbst dazu beitragen kann, dass sich manches davon erfüllt, wurde die Gruppe nach der Begrüßung schweigend auf die erste Wegetappe hinaus in die Dunkelheit geschickt, um abseits der künstlichen Beleuchtung den Vollmond intensiver wahrnehmen zu können, der sich tatsächlich für einige Zeit zwischen den dichten Wolken hervorkämpfte. Nach einer Erdungsübung folgte ein Bibeltext, in welchem der Prophet Jesaja seinem Volk in großer Not verkündet, „dass das Volk, das in Finsternis ging, ein helles Licht sieht…“ – damit schenkte er Israel in größter Bedrängnis die Hoffnung auf ein Licht im Dunkel, auf Frieden und Gerechtigkeit und prophezeite gleichzeitig mehr als 1000 Jahre vor unserer Zeitrechnung die Geburt eines Kindes, welches Licht und Frieden in die Welt bringen wird. Damit ist dieser alte Text mit seiner Hoffnung mitten in Angst und Bedrohung hochaktuell in der heutigen Zeit und auch gerade jetzt, wenige Tage vor Weihnachten, denn auch dieses Ereignis ist eine Hoffnungsgeschichte. In einer meditativen Erzählung wurden die Teilnehmer dazu angeregt, die Dunkelheit auch als ein Geschenk zu betrachten, denn im Dunkeln regeneriert der Mensch, ruht aus. Muss nichts, soll nichts, darf einfach nur sein. Wenn der wichtige Sehsinn nahezu ausgeschaltet ist, wird auch die Wahrnehmung subtiler und offener für das Nicht-Sichtbare, Nicht-Erklärbare, Nicht-Beweisbare. Im Schoß der Dunkelheit lässt der Mensch sich leichter von Gott berühren, kann die Sehnsucht wachsen nach dem, was wirklich zählt, kann der Stern aufgehen und die leise Stimme gehört werden, die sagt: „Fürchte Dich nicht!“. Rainer Maria Rilke schreibt voll Vertrauen: „Ich glaube an Nächte“ – vielleicht, weil seit Anbeginn der Zeit alles Leben aus der Dunkelheit geboren wird. Auch die Hoffnung. Die Sehnsucht. Das neue Licht. Jesus Christus. Von dieser Hoffnung und Zuversicht sprachen auch der Schlussgedanke und der Segen, nach dem sich die Teilnehmer auf den Heimweg und hoffentlich vertrauensvoll in ein gutes neues Jahr begaben. Ein herzliches Dankeschön allen, die sich in diesem Jahr gemeinsam mit dem Vorbereitungsteam auf die hoffnungsvollen Vollmondwege begeben haben.

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