Mittwoch, 21.11.2018

Vollmond-Weg zur Mondfinsternis

vollmond
Samstag, 28. 07. 2018 - 00:44 Uhr

Am Tag der längsten Mondfinsternis des Jahrhunderts versammelten sich, diesmal in Hausen, wieder zahlreiche Interessierte zum schon traditionellen Vollmond-Weg, den Gemeindereferent Rainer Kraus und Team in (fast) jeder Vollmondnacht des Jahres veranstaltet...

Am Tag der längsten Mondfinsternis des Jahrhunderts versammelten sich, diesmal in Hausen, wieder zahlreiche Interessierte zum schon traditionellen Vollmond-Weg, den Gemeindereferent Rainer Kraus und Team in (fast) jeder Vollmondnacht des Jahres veranstaltet. Eine totale Mondfinsternis entsteht, wenn die Erde sich genau zwischen der Sonne und dem Mond befindet und das Mondlicht durch den Erdschatten verdeckt wird. Dabei erscheint der Mond aber nicht völlig finster, sondern leuchtet rötlich, begann Rainer Kraus die Veranstaltung, die diesmal unter dem Motto „Lebendig sein“ stand. Nach einer Erdungsübung wurden die Anwesenden mit Wegimpulsen in die Dämmerung geschickt, um darüber nachzudenken, was sich in den vergangenen Tagen ereignet hat, welche Begegnungen stattgefunden haben, wann man sich wirklich lebendig gefühlt hat. Auf dem Weg in die Natur tauchte zur Freude der Teilnehmer der schon vollständig verfinsterte Vollmond ganz schwach rosa schimmernd am Himmel auf. Die traditionelle Bibelgeschichte an der ersten Station erzählte diesmal das Gleichnis von den anvertrauten Talenten, in der Jesus die Menschen dazu anregen möchte, ihre Talente nicht zu verstecken, sondern sie zu nutzen und der Welt zur Verfügung zu stellen, um sie lebendig zu machen. Die folgende Meditation vertiefte dieses Thema, indem sie die Talente, die jeder zu Beginn seines Lebens mitbringt, mit einem übervollen Korb Wolle verglich. Jedem werden die unterschiedlichsten Fäden in reicher Auswahl geschenkt – doch niemand verfügt über die gesamte Auswahl – und stricken muss man selbst. So liegt es in unserer eigenen Verantwortung, ob wir unser Leben mit anderen teilen und ob unser Lebensmuster bunt, reich, aufregend, einzigartig und lebendig wird, anstatt im Einheitsgrau zu versinken. Zur Erfrischung gab es im Anschluss kühles Mineralwasser aus der Mondquelle – selbstverständlich in der Version „Vollmondabfüllung“. Inzwischen war die Finsternis auch gut zu erkennen. Nach dem Rückweg zum Pfarrheim rundeten ein Vaterunser, ein besinnlicher Text und ein irischer Segen die Veranstaltung ab. Wie immer brachte Rainer Kraus noch eine "Mond-Kuriosität" mit: So seien inzwischen für 25.000 € auch Mond-Bestattungen möglich. Zum krönenden Abschluss leuchtete der Blutmond prall am Himmel und auch der Mars direkt darunter war nun deutlich zu sehen. Dieses Naturschauspiel machte den Vollmond-Weg zu einem ganz besonderen Erlebnis. Die nächste Veranstaltung findet am 24.09. um 20.00 in Kleinwallstadt statt.

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