Donnerstag, 21.02.2019

Global Micro Initiative: Hilfe zur Selbsthilfe für Hermanto’s Familie

GlobalMicro
Montag, 16. 01. 2017 - 06:42 Uhr

Ein Motorrad-Unfall, mangelhafte medizinische Versorgung, keinerlei staatliche Unterstützung – das schien das Ende von Hermanto’s Traum, mit einem Lieferservice für Motorrad Ersatzteile seine Familie versorgen zu können...

Ein Motorrad-Unfall, mangelhafte medizinische Versorgung, keinerlei staatliche Unterstützung – das schien das Ende von Hermanto’s Traum, mit einem Lieferservice für Motorrad Ersatzteile seine Familie versorgen zu können. Dabei hatte alles so vielversprechend begonnen: Hermanto hatte von GMI einen Mikrokredit zur Vergrößerung seines Kleinunternehmens erhalten. Nun konnte er mehr Ersatzteile im Großhandel einkaufen, um sie dann an Motorradwerkstätten zu liefern. Motorroller sind auf Bali das meistgenutzte Verkehrsmittel. Die Geschäfte liefen gut. Hermanto konnte die kleinen Raten seines Mikrokredites ohne Probleme zurückzahlen. Doch dann kam der Unfall. Wer wie Hermanto’s Familie zu dem Teil der indonesischen Bevölkerung gehört, der mit weniger als zwei Euro pro Person pro Tag leben muss, hat weder eine Krankenversicherung, noch ist adäquate medizinische Versorgung erschwinglich. Zwei Monate lang konnte Hermanto wegen seiner schweren Beinverletzung das Haus nicht verlassen. Der Umsatz des Familienunternehmens, bei dem der Sohn mithalf, brach um die Hälfte ein.
„GMI lässt seine Projektteilnehmer nicht allein“, erklärt Tobias Schüßler, Vorsitzender der Hilfsorganisation mit Sitz in Hösbach. „Wenn ein Kleinunternehmer einen Mikrokredit erhält, wird er während der Rückzahldauer von unserer Partnerorganisation (WKP-Stiftung) vor Ort betreut. Das gehört zu den vertraglich festgelegten Vereinbarungen mit all unseren Partnern. Natürlich haben wir der Familie angeboten, die Rückzahlung aufzuschieben, bis Hermanto wieder gesund war, aber das wollte er nicht.“ Mit gemeinsamer Anstrengung schaffte sie es, die letzte Rate des Mikrokredites mit nur 2 Wochen Verspätung zurückzuzahlen. Trotz des Umsatzeinbruchs nach seinem Unfall verlor Hermanto nicht den Mut: Er schaffte es, einen Großauftrag zu erhalten. Bei diesem Neuanfang half ihm GMI erneut: Mit einem weiteren Kleinkredit konnte er seine Warenbestände auffüllen und so sein Geschäft weiterführen. „Gemeinsam mit den Erträgen, die seine Frau an einem Imbisstand erwirtschaftet, hat sich das Tageseinkommen der Familie jetzt mehr als verdoppelt“, berichtet Sanna, Mitarbeiter der WKP-Stiftung. ¬„Es gab Hermanto neues Selbstbewusstsein, wie ein ebenbürtiger Geschäftspartner behandelt zu werden und nicht wie ein Almosenempfänger. Dank GMI’s Hilfe kann er jetzt trotz diesem Unfall seiner Familie eine bessere Zukunft ermöglichen.“
Silvia Schüßler, GMI Vorstandsmitglied

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