Sonntag, 26.05.2019

Die Jahresgabe zeigt das Schützenhaus der Schützenkameradschaft 1883 Laufach um 1950

laufachtal
Donnerstag, 24. 01. 2019 - 20:05 Uhr

Die diesjährige Jahresgabe, das Geschenk des Vereins an die Mitglieder, zeigt das Schützenhaus der Schützenkameradschaft 1883 Laufach und das Haus der Familie Kretschmer. Gezeichnet wurde sie von Roland Seubert...

Die diesjährige Jahresgabe, das Geschenk des Vereins an die Mitglieder, zeigt das Schützenhaus der Schützenkameradschaft 1883 Laufach und das Haus der Familie Kretschmer. Gezeichnet wurde sie von Roland Seubert.
Auf dem Weg in den Kreuzgrund, zwischen Kohlgrund und Abendgrund unterhalb vom Spechteheim; liegt ein Grundstück, im amtlichen Lageplan offiziell als „Schießplatz“ benannt. Darauf steht das Vereinsheim der Schützenkameradschaft 1883 Laufach. So nennt sich seit der Wiederbelebung 1954 der 1883 von den Veteranen der Kriege 1866 und 1871 im Gasthaus „Grüner Baum“ gegründete „Krieger- und Veteranenverein Laufach“; dem zweitältesten Verein des Dorfes. Im Juli 1887 fand die Fahnenweihe statt. Auf Initiative des Vereins wurde im August 1924 das Kriegerdenkmal an der Lenne eingeweiht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lag der Schwerpunkt auf den nationalen Gedenktagen und dem sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts hielt der Schießsport Einzug in den Verein. Man benötigte ein Gelände, wo gefahrlos geschossen werden konnte. So entstand 1929 an benannter Stelle eine Schießanlage und 1932 das Schießhaus. Nach der Wiederbelebung des Vereins wurde ab 1958 wieder im Schießhaus geschossen.
Das abgelegene Vereinsheim mit seiner Gaststätte war ein beliebter Treffpunkt für gesellige Runden und Polterabende unter freiem Himmel. Die Schützenkameraden veranstalteten Ortsvereins-Schießen und Feste. In späteren Jahren traf man sich am Sonntagabend auf ein Bier und genoss eine von Lucianos dick belegten Pizzen. Leider ist seit geraumer Zeit die Gaststätte geschlossen und das Schützenheim in einen Dornröschen-Schlaf verfallen.
Rechts des Weges zum Schützenhaus steht das Haus der Familie Kretschmer. Aus Schlesien vertrieben, bezogen Fritz und Frieda Kretschmer mit Sohn Gustav im Jahr 1948 das kleine Haus als Notunterkunft. 1960 folgte ein Anbau und heute nach 70 Jahren bewohnt die vierte Generation das Häuschen.
Die Beschreibung des Bildes erstellte Roland Seubert.
Die Informationen zur Schützenkameradschaft sind der Laufacher Chronik entnommen.



Jutta Fries

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