Mittwoch, 20.02.2019

Von der Mümling an die Themse

Raemon
Donnerstag, 24. 01. 2019 - 19:05 Uhr

Gibt es ein Verkehrschaos, wenn alle auf der falschen Seite Auto fahren? Wie sieht eigentlich der Palast der englischen Königin aus? Briefkästen sind doch gelb; in Großbritannien auch? Und wo haben Prinz William und Kate geheiratet? So manche Antwort auf diese Fragen findet man zwar auch im En...

Gibt es ein Verkehrschaos, wenn alle auf der falschen Seite Auto fahren? Wie sieht eigentlich der Palast der englischen Königin aus? Briefkästen sind doch gelb; in Großbritannien auch? Und wo haben Prinz William und Kate geheiratet?
So manche Antwort auf diese Fragen findet man zwar auch im Englischbuch, aber 33 Neuntklässler der Georg-Ackermann-Schule wollten der Sache lieber selbst auf den Grund gehen. Zusammen mit ihren Lehrern Frau Hartmann, Herr Hitzel und Frau Raekow erkundeten sie für eine Woche die englische Hauptstadt.
Abfahrt war Sonntagnacht an der Georg-Ackermann-Schule. Mit dem Reisebus ging es einmal quer durch Deutschland und Belgien bis nach Calais in Frankreich. Von dort aus wurde der Ärmelkanal mit dem altgedienten Fährschiff Pride of Burgundy überquert. Ab Dover lenkte der englanderfahrene Busfahrer Harry Ramsauer seinen neuen Omnibus auf der linken Straßenseite. Und schnell war die erste Frage beantwortet: Wenn alle auf der linken Seite fahren und sich wie Harry nicht aus der Ruhe bringen lassen, fährt es sich auch links ganz bequem.
Das erste Highlight der Fahrt war die Kleinstadt Canterbury, in deren Stadtzentrum die roten Kästen auffielen; und schnell war klar, dass Briefkästen in England nicht gelb sondern rot sind. Am Abend des ersten Tages kam die Reisegruppe im Londoner Stadtteil Croydon an, wo die Odenwälder herzlich von ihren Gasteltern, bei denen sie eine Woche wohnten, begrüßt wurden.
In den nächsten Tagen wurde nun die englische Hauptstadt erkundigt: Westminster Abbey, wo Prinz William und Kate sich das Ja-Wort gaben, bei Buckingham Palace, dem Wohnsitz der englischen Königin, konnte der Wachwechsel beobachtet werden und in Madame Tussauds durften die Schülerinnen und Schüler sich mit den Wachsfiguren ihrer Lieblingspromis, inklusive natürlich der Royal Family, fotografieren lassen. Im Tower of London waren zwar die Kronjuwelen der Königin, aber insgesamt machte das Areal einen etwas gruseligen Eindruck. Schließlich war es über viele Jahrhunderte das „Hochsicherheitsgefängnis“ der Briten. Bei einer Schifffahrt auf der Themse konnten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der britischen Hauptstadt noch einmal vom Wasser aus bewundert werden.
Der Abschied von London und insbesondere den freundlichen Gasteltern fiel am Samstagmorgen schwer. Die eine oder andere Träne konnte nicht zurückgehalten werden. Überhaupt hatten die begleitenden Lehrkräfte den Eindruck, dass alle fest entschlossen waren, irgendwann einmal wieder zu kommen.

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