Montag, 21.06.2021

Radikalisierung – Ein schwieriges Thema gut aufbereitet durch ansprechendes Theaterstück

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Georg-Ackermann-Schule Breuberg

Breuberg
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Paul, Johanna und Cem diskutieren wichtige Themen
Foto: K.-P. Rösler
Paul und Cem sprechen in Ruhe miteinander
Foto: K.-P. Rösler
Für Außenstehende ist es nicht einfach nachzuvollziehen, warum Menschen – insbesondere Jugendliche – in den Extremismus abgleiten und sich radikalisieren. Die Georg-Ackermann-Schule hat sich in Kooperation mit der Initiative Odenwald gegen Rechts diesem Thema genähert und das Mannheimer Künstlernetz...
Für Außenstehende ist es nicht einfach nachzuvollziehen, warum Menschen – insbesondere Jugendliche – in den Extremismus abgleiten und sich radikalisieren. Die Georg-Ackermann-Schule hat sich in Kooperation mit der Initiative Odenwald gegen Rechts diesem Thema genähert und das Mannheimer Künstlernetzwerks New LIMES und WIR e.V. nach Rai-Breitenbach eingeladen, um mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen. Die 9. und 10. Klassen der Schule waren die Zielgruppe, die mit dem Theater erreicht werden sollte.

Das interaktive Bühnenstück "Jungfrau ohne Paradies", das in der Aula der Schule aufgeführt wurde, handelt von drei Jugendlichen, die aus unterschiedlichen Perspektiven mit dieser Thematik zu tun haben.

Den Schauspielern gelang es auf beachtenswerte Weise, sich in die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler hineinzuversetzen und sie für dieses schwierige Thema zu sensibilisieren. Wichtig war ihnen vor allem, dass die Schülerinnen und Schüler dem Theaterstück nicht nur passiv zuschauten, sondern dass sie aktiv ihre eigenen Einstellungen und ihr eigenes Verhalten reflektierten. Für die begleitenden Lehrkräfte war es erstaunlich, wie gut die Schülerinnen und Schüler die Problematik der Theaterfiguren nachvollziehen konnten. Daraus resultierte ein lebhafter Gedankenaustausch mit vielen tiefgründigen Wortbeiträgen der 9.- und 10.-Klässler.

Am Ende des Events war die Reaktion der Schülerinnen und Schüler eindeutig: „Uns hat’s gut gefallen,“ so zwei 9.-Klässlerinnen, „besonders, dass die Schauspieler auf der Bühne die gleiche Sprache gesprochen haben wie wir.“ Ein Klassenkamerad nickte zustimmend und meinte: „Außerdem haben die Schauspieler wirklich gut gespielt. Es war richtig überzeugend. Man hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass sie das nur vorspielen; sie sind voll in ihren Rollen aufgegangen.“ Ein Schüler aus der 10. Klasse fügte hinzu: „Ich habe schon viel über das Thema gehört; heute habe ich darüber viel Neues erfahren. Ich fand gut, dass wir einmal darüber in der Schule gesprochen haben.“

Ein besonderer Dank gilt all denen, die diese Vorstellung an der GAS möglich gemacht haben: Der Odenwaldkreis, die Stadt Breuberg, die Gemeinde Lützelbach, der SPD Ortsbezirk Rai-Breitenbach sowie der Förderverein der Georg-Ackermann-Schule, die dieses Projekt großzügig unterstützt haben. An der Veranstaltung nahmen auch teil Frau Rittmeyer und Herr Rösler der Aktion Odenwald gegen Rechts, die diese Aufführung mit Schulpfarrer Jekel organisiert hatten.
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