Freitag, 16.11.2018

Erste bayrische Kollegin an der GAS geht in den Ruhestand

Schulleiterin Natalie Bristoyannis, Angelika Phillip, Gudrun Hartmann (Personalrat)
Verena Zöller
Sonntag, 09. 07. 2017 - 21:08 Uhr

Pünktlich zu Beginn der hessischen Sommerferien wurde an der Breuberger Georg-Ackermann-Schule die Lehrerin Angelika Phillip in den Ruhestand verabschiedet. 41 Jahre war Phillip im hessischen Schuldienst tätig...

Pünktlich zu Beginn der hessischen Sommerferien wurde an der Breuberger Georg-Ackermann-Schule die Lehrerin Angelika Phillip in den Ruhestand verabschiedet. 41 Jahre war Phillip im hessischen Schuldienst tätig. Nach dem Referendariat in Bad König und einer kurzen Zwischenstation in Erbach unterrichtete sie als erste bayrische Kollegin an der GAS stolze 37 Jahre Englisch, Sport und Kunst und übernahm in dieser Zeit auch immer das Amt als Klassenlehrerin.
Im Rahmen einer kleinen Abschiedsfeier dankte Schulleiterin Natalie Bristoyannis der scheidenden Lehrerin für ihr Verantwortungsbewusstsein und ihr Engagement, was Angelika Phillip vor allem bei der alljährlichen Londonfahrt unter Beweis stellte. So begleitete sie in ihrer Zeit an der GAS mehr als 2000 Schüler auf dieser Fahrt, die sie stets vorbildlich und mit viel Engagement plante und durchführte. „Im Schulalltag fand sie immer den passenden Umgang mit ihren Schülern und bewies stets ein gutes Händchen für die vielen verschiedenen Schülercharaktere“, so Bristoyannis.
Angelika Phillip sagt über sich selbst, dass sie immer gerne ihren Beruf ausübte, an den die Gesellschaft so widersprüchliche Anforderungen stellt. Um die immer schwierigeren Rahmenbedingungen der letzten 40 Jahre zu beschreiben, zitiert sie den Arbeitsmediziner Prof. Müller-Limmroth: „Der Lehrer hat die Aufgabe, eine Wandergruppe mit Spitzensportlern und Behinderten bei Nebel durch unwegsames Gelände in nordsüdlicher Richtung zu führen, und zwar so, dass alle bei bester Laune und möglichst gleichzeitig an drei verschiedenen Zielorten ankommen.“
Trotz dieser Herausforderungen falle ihr der Abschied schwer, so Phillip. Die Zeit als Lehrerin, in der bildungspolitisch gefühlt alle Strukturen geändert, dann die Änderungen wieder rückgängig gemacht, und dann letztlich doch wieder geändert wurden, sieht sie kritisch, schließt aber augenzwinkernd mit einem Zitat von Goethe: „Selbst das Unangenehme, woran wir uns gewöhnten, vermissen wir ungern.“ Der Schule und besonders dem Kollegium gegenüber empfinde sie eine enge Verbundenheit und werde allem voran den freundschaftlichen Umgang untereinander vermissen.
Auch Rainer Prostmeyer als Ex-Kollege, Ralph Sparfeld von der Schulsozialarbeit und Gudrun Hartmann vom Personalrat verabschiedeten sich mit Anekdoten aus den gemeinsamen Jahren. Mit dem Rolling Stones-Klassiker „Angie“ verabschiedete sich das Kollegium: „Geli, Geli, traurig sagen wir Goodbye!“.

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