Europas junger Geist gegen die Gespenster der Vergangenheit

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Gemeinde Glattbach

Glattbach
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Schützengräben des Hartmannsweilerkopfs
Foto: Jochen Krenz
Europas junger Geist gegen die Gespenster der Vergangenheit Gemeinsame Jugendfahrt Glattbach – Bretteville-sur-Odon zum EU-Parlament Schreie, Lachen und Musik im Glattbacher Schulhaus mitten in den Ferien – wo eigentlich alles abgeschlossen sein sollte, toben Jugendliche durch die...

Europas junger Geist gegen die Gespenster der Vergangenheit
Gemeinsame Jugendfahrt Glattbach – Bretteville-sur-Odon zum EU-Parlament

Schreie, Lachen und Musik im Glattbacher Schulhaus mitten in den Ferien – wo eigentlich alles abgeschlossen sein sollte, toben Jugendliche durch die Gänge und Klassenzimmer. In Glattbach waren 35 französische Jugendliche aus dem Calvados zu Gast, die zusammen mit deutschen Partnern eine europäische Jugendbegegnung durchführten.
Das Programm ist dicht gepackt: Als erstes ging es durch die Aschaffenburger Innenstadt. Ganz neu waren für viele der französischen Jugendlichen die dort verlegten „Stolpersteine“, die an die vor 1945 lebenden Aschaffenburger jüdischen Glaubens erinnern. Die Franzosen zeigten sich beeindruckt davon, wie sich Aschaffenburg heute diesem traurigen Abschnitt seiner Geschichte stellt.

Der Nationalismus, der Europa in so viele leidvolle Kriege gestürzt hatte, war ein Thema der deutsch-französischen Ateliers, welche die Jugendlichen gemeinsam gestalteten. Eine Gruppe befasste sich z.B. mit „Nationalliedern“ und Volkshymnen. Ganz bewusst wurden einprägsame Melodien genutzt, um dem Volk nationalistische Gefühle besser zu vermitteln. Nach der Analyse solcher kriegerischer Lieder aber stand nicht mehr Trennendes im Vordergrund, sondern das Gemeinsame: Die Jugendlichen musizierten gemeinsam und zeigten, dass Musik mit ihrem Zauber die Aufgabe hat, Grenzen zu überwinden und Menschen zusammenzuführen – und nicht, zu gegenseitigem Hass aufzustacheln.

„Es war uns allen klar, dass etwas für die Jugend angeboten werden muss“, erklärt Julien Flaujac, ein französischer Lehrer, die Motivation der beiden Partnerschaftskomitees. Für die „Glattbacher Stiftung“ um Philip Dean Kruk-De la Cruz war der europäische Impuls des Projekts so wichtig, dass es gefördert wurde. Die Jugendlichen besichtigten in Frankfurt die Europäische Zentralbank und fuhren dann zusammen nach Straßburg. Gemeinsam nahmen sie an einer Sitzung im Europaparlament teil. Gleich im Anschluss daran besuchten sie die Gedenkstätte Hartmannsweilerkopf. Auf beinahe 1000 Metern Höhe kämpften hier Deutsche und Franzosen im Ersten Weltkrieg – vier Mal wechselte die Bergkuppe in den vier Kriegsjahren den ‚Besitzer‘, fast 30000 Menschen verloren ihr Leben, ohne dass eine der beiden Seiten dadurch einen strategischen Vorteil errungen hätte. Als „Menschenfresserberg“ ist der Hartmannsweilerkopf in die Geschichtsbücher eingegangen. Angesichts dieses Grauens zeigt der

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