Mittwoch, 23.06.2021

Von Omas, Mathematikern und David Hasselhoff: Erster Dessauer Dichterwettstreit

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg

Aschaffenburg
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Eine bildliche Einsendung des Gedichts "Ein schlechter Kandidat" von Simon Prahl und Anna Rosin
Foto: Prahl/Rosin
Das Friedrich-Dessauer-Gymnasium hat in diesem Schuljahr ein neues Projekt ins Leben gerufen. Jedes Jahr haben unsere kreativen Köpfe der Jahrgangsstufen 8 bis 12 nun die Möglichkeit, ihre literarischen Potentiale zu zeigen und mit anderen in einem geistreichen Wettbewerb zu messen...
Das Friedrich-Dessauer-Gymnasium hat in diesem Schuljahr ein neues Projekt ins Leben gerufen. Jedes Jahr haben unsere kreativen Köpfe der Jahrgangsstufen 8 bis 12 nun die Möglichkeit, ihre literarischen Potentiale zu zeigen und mit anderen in einem geistreichen Wettbewerb zu messen.

Das neue Angebot startete dieses Jahr in Erinnerung an Robert Gernhardt und Klaus Zehrer unter dem Motto „Bilde mal einen Satz mit…“, mit dem unsere AutorInnen sich an der seit Jahrtausenden beliebten Tradition der Wortspielerei beteiligten. Dafür brauchten sie eine gehörige Portion witziger Sprachgewandtheit, denn Aufgabe war es, in einem gereimten Gedicht ein Wort so zu verwenden, dass es seine ursprüngliche Bedeutung verliert. Doch damit nicht genug. Eine weitere Herausforderung bestand darin, komische Verse zu verfassen, also ein Gedicht zu schreiben, das seine LeserInnen erheitern soll, mindestens zum Schmunzeln, vielleicht sogar zum Lachen bringt.

Dass solche Sprachspielereien nicht nur bei den VerfasserInnen, sondern auch beim Publikum eine gewisse Denkflexibilität voraussetzen, spürt man schnell, sobald man die Gedichte liest, und auch darin liegt der besondere Reiz dieser Texte. Das kann auch die zehnköpfige Lehrerjury bestätigen, die die schwierige und natürlich dankbare Aufgabe hatte, aus den Einsendungen die am meisten gelungenen Gedichte auszuwählen. Besonders überzeugt haben dabei die Texte von Simon Prahl und Anna Rosin (beide Q12), Cara Damnitz (9f) und Michael Hein (Q12), die mit Buchgutscheinen prämiert werden.

Ich wünsche viel Freude beim Lesen der Gedichte, die wieder einmal auf beeindruckende Weise von den vielfältigen Talenten unserer Schülerschaft zeugen, und die Vorfreude machen auf die Beiträge im kommenden Jahr, die unter dem Thema Tierisch Menschlich stehen werden.


Gedanke
Ich möchte‘ nicht schütteln deine Pranke
Ich brauch deine Nummer nicht
Ich mag nicht mal dein Gesicht
Ich denke nur: Bitte, gehdanke!
von Cara Damnitz (9f)

Über die Leichtigkeit der Mathematik: Logarithmus, Potenz
John Napier – genialer Mann mit Doktorhut,
war musisch völlig ahnungslos.
Doch log’a: „Rithmus, den hab ich im Blut!“
und stellt sich als Po-Tenzer bloß.
von Michael Hein (Q12)

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