Mittwoch, 03.06.2020
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Video-Chatroom Ersatz fürs Feuerwehrhaus; Jugendfeuerwehr Klingenberg: Feuerwehranwärter treffen sich wöchentlich zur Ausbildung im Video-Chat

Die Jugendlichen sind auch per Video-Schalte voll bei der Sache und beteiligen sich am Unterricht.
Reinhard Simon
Montag, 18. 05. 2020 - 01:08 Uhr

Klingenberg. Auch in Zeiten der Corona-Pandemie mit den dadurch bedingen notwendigen Einschränkungen gehen die wöchentlichen Übungen der Jugendfeuerwehr Klingenberg weiter. Allerdings nicht wie gewohnt im Feuerwehrhaus, sondern virtuell per Video-Konferenz. Jugendwart Christian Becker hat den Video-Chatroom der Jugendfeuerwehr eingerichtet und den Zugangslink an die Jugendlichen verschickt. Anhand von eingespielten Präsentationen, die alle Teilnehmer auf ihren Smartphones, Tablets oder Laptops sehen können, vermittelt der Jugendwart das feuerwehtechnische Wissen. Aber auch die Jugendlichen sehen sich am unteren Bildschirmrand in Passbildgröße. Der Video-Unterricht erfolgt wie in der Schule. Der Jugendwart stellt Fragen, die Jugendlichen melden sich per Handzeichen und antworten, wenn sie aufgerufen werden. Diese Art der Ausbildung funktioniert im Video-Chat erstaunlicherweise sehr gut. Das liegt daran, dass die Feuerwehranwärter sehr diszipliniert am Bildschirm sind. Seit einigen Wochen finden nun schon die Jugendübungen per Video-Konferenz statt. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr nutzen diese virtuelle Möglichkeit ganz selbstverständlich und mit großer Leichtigkeit. Für Jugendwart Christian Becker ist es ganz wichtig, dass die Feuerwehranwärter in der Ausbildung auf dem Laufenden bleiben. In den wöchentlichen Video-Unterrichtseinheiten werden jeweils verschiedene Themen und Fachbereiche, wie z.B. Entstehung von Feuer und Ausbreitung, die verschiedenen Brandklassen oder die Brandbekämpfung mit den verschiedenen Löschmitteln durchgenommen. Ganz ersetzen kann der Video-Unterricht die Ausbildung vor Ort freilich nicht. Denn die Umsetzung des erlernten Wissens durch praktische Übungen an den Geräten und an den Feuerwehrfahrzeugen ist natürlich nicht möglich. „Aber das wird alles nachgeholt, wenn die Corona-Krise überstanden ist und die wöchentlichen Jugendübungen wieder im Feuerwehrhaus möglich sind“, sagt Christian Becker. Bis es aber soweit ist, werden die „grauen Zellen“ der Jugendlichen im Bereich Feuerwehrwissen eben per wöchentliche Video-Schalte „auf Trapp gehalten“. Neben der Wissensvermittlung soll aber auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Nach dem knapp einstündigen Unterricht haben die Feuerwehranwärter noch die Möglichkeit, sich zu unterhalten und auszutauschen. Dafür sind die Jugendlichen sehr dankbar und machen auch regen Gebrauch davon. Darüber hinaus findet alle zwei Wochen freitags der „JFK Club Fire Station“ statt, ein Treffen, das die Jugendlichen ganz nach ihren Wünschen selbst gestalten können. Zurzeit aber eben auch per Video-Chat. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr nehmen das Angebot der Video-Schalte sehr gut an und finden es nach eigenem Bekunden gut, da es eine gute Möglichkeit ist, mit den Kameraden auch visuell in Kontakt zu bleiben. Alle freuen sich aber darauf, wenn die Übungen wieder im Feuerwehrhaus stattfinden werden und der persönliche Kontakt wieder möglich ist.
Reinhard Simon

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