Dienstag, 22.10.2019

Frauenbundfrauen unterstützen „Maria schweige nicht“

Silvia Morhard
Dienstag, 08. 10. 2019 - 11:24 Uhr

Teilnahme an der Demo in Fulda Einige Frauen des Deutschen Kath.Frauenbundes aus dem Raum Aschaffenburg kamen dem Aufruf von „Maria schweige nicht“ nach, mit anderen Frauengruppen aus Deutschland an der Demonstration in Fulda am Donnerstag, 26...

Teilnahme an der Demo in Fulda
Einige Frauen des Deutschen Kath.Frauenbundes aus dem Raum Aschaffenburg kamen dem Aufruf von „Maria schweige nicht“ nach, mit anderen Frauengruppen aus Deutschland an der Demonstration in Fulda am Donnerstag, 26.9. 2019 teilzunehmen.
An diesem Tag wurde die Bischofskonferenz beendet. Ca. 100 Frauen und Männer zogen mit Transparenten und Rufen wie „Mutig“ und „mehr Demokratie“ durch die Fuldaer Innenstadt. Mit Topfdeckeln und Rührlöffeln verschafften sie ihrem Anliegen Gehör: mehr Demokratie und ein gleichberechtigtes Miteinander von Männern und Frauen in der Kirche, Öffnung aller Weiheämter auch für Frauen .Fernsehsender wie ZDF und ARD, BR , HR und Domradio interviewten einige Demonstrantinnen .Angereist aus Münster war auch die Initiatorin von „Maria 2.0“ mit einer Frauengruppe. In einer kurzen Rede zeigte sie auf, dass Jesus niemanden ausgrenzte, ein unkompliziertes Verhältnis zu Frauen hatte und Frauen die ersten Auferstehungszeuginnen waren: Gründe, die für eine Gleichberechtigung und ein gleichberechtigtes Miteinander in allen Bereichen sprechen.
Auf dem Domplatz angekommen, erwarteten auch KJG- Gruppen mit Transparenten den Demo-Zug. Der neue Bischof von Fulda, Dr. Michael Gerber, Bischof Bode und ein weiterer Bischof stellten sich den Interviewfragen einiger Frauen. Die Bischöfe zeigten sich verständnisvoll und offen: Der synodale Weg wird beschritten, die Frauenfrage eingebracht.
Deutschland beschreite jedoch keinen Alleingang in der Frauenfrage. Manche Themen sind Themen der Weltkirche. Auch sei es jetzt Aufgabe, mit der Spannung zwischen 2000jähriger Tradition und den Anforderungen und den Entwicklungen von Heute umzugehen.
Alle Bischöfe betonten, dass sie in den Gremien, in denen sie mit Frauen zusammenarbeiten, gute Erfahrungen machen.
Am Ende der Bischofskonferenz fand eine beeindruckende Vesper im vollbesetzten Dom statt.Ca. 60 Verbandsfahnen zogen feierlich mit den Bischöfen ein Mit einer Schola wurden deutsche und lateinische Lieder gesungen. Der Predigerbischof legte allen ans Herz, trotz aller Prüfungen und Schwierigkeiten in der Kirche, die Glaubensfreude nicht zu verlieren. Denn, nur, wer Glaubensfreude ausstrahlt, kann die frohe Botschaft weitergeben.
Stellvertretend für alle Anwesenden segnete und sendete Kardinal Marx mit der Bonifatiusreliquie Bischöfe und einige Laien, das Evangelium in Wort und Tat zu verkünden. Die Atmosphäre in Fulda war von allen Seiten freundlich, von den Frauen her jedoch sehr bestimmt. Ob sich etwas ändern wird? Ob die Frauen etwas erreicht haben? Der Kath. Deutsche Frauenbund setzt sich weiterhin für Klärungen in der Frauenfrage, Gleichberechtigung der Geschlechter, gegen Machtmissbrauch und Freiwilligkeit des Zölibats ein. Wir hoffen, dass in der Kirche an diesen Fragen weiter überlegt wird und sich hier Schritt für Schritt unter der Führung des HL. Geistes etwas verändern wird.
Silvia Morhard (Regionalvertreterin des KDFB)

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