Donnerstag, 27.02.2020
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Besuch des Fuldaer Bischofs Dr. Michael Gerber an der Kreuzburg

vlnr: Geschäftsführer und Leiter des FBW Bernward Bickmann, Bischof Dr. Michael Gerber, Guardian des Franziskanerklosters Br. Michael Blasek ofm, Stiftungsratsmitglied Br. Markus Fuhrmann ofm, Schulleiter Thomas Wolf.
Felix Panholzer
Montag, 10. 02. 2020 - 16:08 Uhr

Hat ein Bischof Freizeit, und was unternimmt er um abzuschalten? Wie entscheidet man sich, Bischof zu werden? Ist das Leben in Ehelosigkeit für den Fuldaer Bischof schon immer eine erstrebenswerte Lebensweise gewesen? Diesen ganz persönlichen, aber auch weiteren Fragen stellte sich der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber bei einem Besuch der Kreuzburg. Noch kein Jahr in Fulda im Amt, war dies sein erster Besuch in Großkrotzenburg, und so zeigte er sich sehr interessiert, das Franziskanerkloster, das Franziskanische Bildungswerk (FBW) und das Franziskanergymnasium kennen zu lernen. Er machte deutlich, wie wichtig ihm die katholische Schule als pastoraler Ort in Kooperation und als Bereicherung für die Pfarrgemeinden und Seelsorgeeinheiten ist. Br. Markus Fuhrmann ofm war als Vertreter des Franziskanerordens und Stiftungsrat der Franziskus-Stiftung Kreuzburg aus München ebenfalls zum gegenseitigen Kennenlernen angereist.
Bevor es zu einem Besichtigungsrundgang ging, informierten der Geschäftsführer und Leiter des FBW sowie die Schulleitung über die Besonderheiten des. Sie stellten die Kernelemente des Schulprogrammes, wie zum Beispiel den Freien Lernbereich, vor und die Arbeit des Bildungswerkes mit Familienseminaren und vielen Angeboten über die Schulseelsorge hinaus.
Eine besondere Gelegenheit bot sich Bischof Gerber durch den Besuch zweier Religionsunterrichtsstunden. Während der Kurs kath. Religion der Klasse 8c den Besuch des Bischofs eher für persönliche Fragen über die Person des Bischofs nutzte, interessierten sich der Orientierungs- und der Leistungskurs kath. Religion aus der Oberstufe auch für theologische Fragen. So wollten die Kursteilnehmerinnen und Teilnehmer von ihm wissen, welche Erwartungen er für den gerade begonnenen Synodalen Weg hat, wie seine Vision der Kirche im Jahr 2030 aussieht und ob sich die Kirche mit ihren Möglichkeiten und Unterstützungsgruppen nicht stärker in gesellschaftliche Debatten einbringen und eindeutig Position beziehen sollte.
Sowohl den persönlichen als auch den theologischen Fragen stellte sich der Bischof und beantwortete sie ausführlich. Die Schülerschaft lauschte gespannt den Ausführungen in denen der Bischof sehr authentisch wirkte. Allerdings wollte aber auch der Bischof einiges von der Schülerschaft wissen und stellte seinerseits Fragen. Es interessierte ihn, welche Rolle für sie der Besuch einer katholischen Schule spielt und welche Bedeutung der Religionsunterricht für sie hat.
In der Abschlussrunde der Oberstufenkurse mit Bischof Dr. Michael Gerber und den Vertretern der Kreuzburg äußerten sich alle Schülerinnen und Schüler sehr angetan und inspiriert über diese seltene Möglichkeit, in den Austausch mit einem Repräsentanten und Entscheidungsträger einer sich in zahlreichen Anfragen und Spannungen befindlichen Institution „Kirche“ zu kommen.

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