Förderverein Sailauf für Heimat und Geschichte erstellt Dokumentation über Kreuzweg in der St. Vitus-Kirche.

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Förderverein Sailauf für Heimat und Geschichte e.V.

Sailauf
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Niederschrift zur Kreuzwegdokumentation
Auszug aus den Niederschriften von Pfarrer B. Ruf
Foto: Thomas Eisert
Titelblatt der Broschüre
Titelblatt der Kreuzwegdokumentation
Foto: Thomas Eisert
Die vom Förderverein Sailauf für Heimat und Geschichte beauftragte Restaurierung der 14 Kreuzwegstationen in der Sailaufer St. Vitus-kirche, hat den Förderverein veranlasst, aus gegebenem Anlass eine hochwertige Broschüre über den Kreuzweg zu erstellen...

Die vom Förderverein Sailauf für Heimat und Geschichte beauftragte Restaurierung der 14 Kreuzwegstationen in der Sailaufer St. Vitus-kirche, hat den Förderverein veranlasst, aus gegebenem Anlass eine hochwertige Broschüre über den Kreuzweg zu erstellen. Dabei ging es den Verantwortlichen des Vereins im Wesentlichen darum, auch Herkunft und Alter der einzelnen Kreuzwegtafeln zu hinterfragen, zu denen es bisher keine belegbaren Informationen gab.
Zu Hilfe kamen dabei ein handschriftlich verfasster Brief und ein Vertrag des früheren Pfarrers Bonaventura Ruf, der von 1888 bis 1938 Pfarrer in Sailauf war. In seinem Brief vom 06.06.1899 schreibt Pfarrer Ruf: "Ich erhielt für meine Kirche 14 Kreuzwegstationen aus Holz geschnitzt, aus dem Anfang des Jahrhunderts als ausrangiert im Okt. des letzten Jahres von einer Kirche im Ochsenfurter Gau zum Geschenk". Ein weiteres Zeitdokument belegt die Auftragserteilung an Maler G.J. Rettinger zur Aufarbeitung der Kreuzwegstationen.
Demzufolge stammt der Kreuzweg aus dem Ochsenfurter Gau und entstand Anfang des 19. Jahrhunderts. Nach Sailauf kamen die einzelnen Stationen 1899 nach einer damaligen Restaurierung die in einem Vertrag dokumentiert ist.
Der damals beauftragte Maler Gotthold Jakob Rettinger wurde am 21.06.1851 in Seligenstadt geboren und verstarb am 16.12.1927 in Aschaffenburg. Ab 1883 ist G.J. Rettinger als freischaffender Künstler nachweisbar.  Wie die damalige Bemalung ausgesehen hat, ist nicht mehr zweifelsfrei zu rekonstruieren, weil im Vertrag aber von Kreidegrund die Rede ist, dürfte sie bunt gewesen sein.
Im Jahre 1978, als die St. Vitus-Kirche dem Verfall preisgegeben wurde, fanden Mitglieder des Fördervereins die Kreuzwegstationen mit brauner Farbe überstrichen, am Boden liegend, in einem unwürdigen Zustand vor. Eine Übernahme in die neue Auferstehungskirche war nicht vorgesehen und wurde auch mehrfach abgelehnt.
Vor dem Hintergrund früherer Erfahrungen mit dem Kreuzweg, war die nun nach 40 Jahren erfolgte erneute Restaurierung für den Verein eine Herzensangelegenheit. In Absprache mit der Kirchenverwaltung und nach Zustimmung durch Pfarrer Anton Reuter, beauftragte der Verein im Januar 2022 die Firma Löwen-Restaurierung in Erlenbach bei Marktheidenfeld mit der Instandhaltung. Den Recherchen des Fördervereins zufolge, kann festgehalten werden, dass die aktuelle, letzte Renovierung mindestens die Vierte ist. Der Förderverein ging dabei finanziell in Vorleistung und erhält Zuschüße von der Gemeinde, von der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken und der Unteren Denkmalschutzbehörde.
Die Broschüre über den Kreuzweg ist zu einem Preis von 8 Euro an den Verkaufsstellen "Getränkemarkt Frischgeist" und "Carmens Geschenke-Box" erhältlich oder über www.fv-sailauf.de und info@fv-sailauf.de zu beziehen.

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