Sonntag, 17.10.2021

Fachakademie verabschiedet 71 Erzieherinnen und Erzieher

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe FakS

Aschaffenburg
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BP Abschluss 2020/21 HKA
Foto: Fachakademie Aschaffenburg
BP Abschluss 2020/21 HKB
Foto: Fachakademie Aschaffenburg
BP Abschluss 2020/21 HKC
Foto: Fachakademie Aschaffenburg
Die Fachakademie für Sozialpädagogik verabschiedete am 18. September 2021 in der Maintalhalle in Mainaschaff 71 neue sozialpädagogische Fachkräfte. Statt der sonst üblichen gemeinsamen großen Entlassfeier musste die Veranstaltung coronabedingt für die drei Kurse im kleineren Format durchgeführt werd...
Die Fachakademie für Sozialpädagogik verabschiedete am 18. September 2021 in der Maintalhalle in Mainaschaff 71 neue sozialpädagogische Fachkräfte. Statt der sonst üblichen gemeinsamen großen Entlassfeier musste die Veranstaltung coronabedingt für die drei Kurse im kleineren Format durchgeführt werden.
Der Schulleiter, Dr. Peter Müller, gratulierte den Absolventinnen und Absolventen zu ihrem Abschluss und verwies auf die guten Chancen, einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu erhalten. Er ging in seiner Rede rückblickend auf den gemeinsamen Weg der Ausbildung ein und griff das Symbol des Wegs mehrmals auf.
So war der Weg bedingt durch die Pandemie sowohl in der Studienzeit, wie auch im Berufspraktikum, sicher erschwert. Es galt immer wieder die richtige Balance zu fin-den: die Gesundheit als hohes Gut zu achten und gleichzeitig aber auch die Qualität der Ausbildung zu sichern. Niemand solle den Absolventen vorwerfen können: „Ihr seid ja der Coronajahrgang!“ Wenn man sich die Abschlussnoten gerade im Berufspraktikum anschaue, so kann man feststellen: dieser Jahrgang hat gut gearbeitet und der Weg bis dahin wurde erfolgreich gemeistert.
Die Aussichten für den weiteren Berufsweg skizzierte Müller als „nicht so rosig“. Die politische Großwetterlage werde die nächsten Generationen massiv fordern. „Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, die vergleichbar ist mit der Reformationszeit.“ Er ging dabei auf den Klimawandel im Blick auf die natürliche Umwelt ein. Er verwies aber auch auf einen geistigen Klimawandel, der sich in zunehmender Entsolidarisierung, einem um sich greifenden Egoismus und einer zunehmenden Gefährdung der Demokratie ausdrücke. Dabei zitierte er eine Studierende: „Bei all dem was in den letzten Jahren schief gelaufen ist: Es gibt wenige Orte auf der Welt, wo ich lieber gelebt hätte! Demokratie muss jeden Tag von uns errungen werden. Und das fängt durch Partizipation im Kindergarten an!“
„Was sind in solch schwierigen, nebligen Zeiten hilfreiche Wegmarken?“ fragte Müller und benannte als erste Bildung und Erziehung: „Ihr habt die Schlüssel dafür in der Hand!“ Die öffentliche Debatte würde verkürzt geführt, wenn man nur noch von Betreuung spreche. Erzieherinnen und Erzieher sind in ihrer Grundmotivation primär an Bildung und Erziehung interessiert. Der Verlust von Fachkräften hinge auch damit zusammen, dass diese Fachkräfte ihre Ursprungsmotivation nicht mehr in ihrem Berufsalltag wiederfinden. Die geplante Verkürzung der Ausbildung für Interessenten mit mittlerem Bildungsabschluss sei ebenfalls der falsche Weg. Die Anforderungen an die Fachkräfte stiegen immer mehr und lassen eine Verjüngung der Absolventen sehr fragwürdig erscheinen.
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