Freitag, 23.10.2020
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"Sieben Brücken - sieben Kilometer" Tag des Wanderns 2020

Wandergruppe 1 auf der Odenwaldbrücke mit der Altstadt im Hintergrund
UdoFVV Udo Klüpfel
Dienstag, 22. 09. 2020 - 23:13 Uhr

Die sieben Brücken waren die Anlaufpunkte am „Tag des Wanderns 2020“. Der Fremdenverkehrsverein Wertheim organisierte die Tour, zu der die Wanderfreunde so zahlreich erschienen, dass sogar eine dritte Wandergruppe gebildet werden musste. Neben Udo Klüpfel und Karl-Heinz Sommer wurde als Wanderführer Günther Ries rekrutiert.
Los ging es an der Main-Tauber-Halle zu den fünf Tauberbrücken, um danach auch noch die zwei Mainbrücken unter die Füße zu nehmen. Schnell erreicht wurde die alte Eisenbahnbrücke, die bis 1976 in Betrieb war und seitdem ihr Dasein als Industriedenkmal fristet. Sie war die „rostigste“ Brücke und zugleich die einzigste, die unterquert wurde.
Als „neueste“ Brücke folgte der Rathaussteg, bei dem sich alle einig waren, dass der neue Bodenbelag sehr trittsicher ist. Durch das Kittsteintor war das Messbrückle nicht mehr weit. Klein, aber hochtechnisiert, lässt sie sich doch bei Hochwasser bis über 5 Meter Höhe anheben. Mit der Überquerung der Tauberbrücke war der Gang über die älteste Wertheimer Brücke absolviert. Über Jahrhunderte ist sie in verschiedensten Variationen die Verbindung über die Tauber. Am Spitzen Turm war die Odenwaldbrücke schon in Sicht. Sie ist mit über 700 m Länge natürlich die „Längste“ und entlastet die Innenstadt und die Tauberbrücke seit den 1970er Jahren. Das am anderen Ende befindliche Kunstwerk sorgte für Humor unter den Wanderern. Worte wie „Untergang der Titanic“ und „Sägezahn“ fielen, doch das Kunstwerk soll bekanntlich die verschiedenen Verkehrswege darstellen. Der Künstler hat jedoch freie Interpretation zugelassen! Mit der Spessartbrücke ging es über den Main ins bayerische Kreuzwertheim. Lange Jahre dauerte es von der Planung bis zum Baubeginn, war doch ein Staatsvertrag zwischen den zwei Ländern nötig. Die Anfänge Wertheims liegen im heutigen Kreuzwertheim. Bereits im Jahre 1009 wurden die Marktrechte verliehen, wie eine Inschrift beim alten Turm klarstellt. Nach einem kurzen Besuch der Kirche, vorbei am Marktkreuz wurden die Wanderfreunde bereits an der Prassek-Scheune erwartet und von der Museumsleiterin Gisela Hyn herzlich begrüßt. Großen Zuspruch erhielt auch die „Tankstelle“, die von Kurt und Marlene Schuon zur Stärkung und Erfrischung der Wanderer aufgebaut war. Gekühlte Getränke wurden gereicht und gerne angenommen. Mehrmals erklang das Vereinslied: “Überall auf der Welt scheint die Sonne, prost!“ In der Prassek-Scheune wurden die liebevoll aufgebauten Ausstellungen besichtigt. Viele Erinnerungen an die „gute alte Zeit“ wurden dabei wach. Auf der alten Mainbrücke wartete schon der bayerische Löwe, um den Wanderern „lebewohl“ zu sagen, bevor es über den Main und die Landesgrenze ins Badische ging.
"Galgenfeld und Birkenschlag" heißt die nächste Wanderung am Mittwoch, 30.09.2020.
Start ist um 10.00 Uhr an der Main-Tauber-Halle. Ohne Anmeldung kostenlos und öffentlich für jedermann.
Weitere Informationen beim Vorsitzenden Udo Klüpfel 09342 6670 und Wanderführer Manfred Görlich 09342 5680

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