Mittwoch, 26.06.2019

Schweinheimer FDP diskutiert das „Digitale Europa“

Uwe Probst (rechts) und Max Bruder diskutierten mit dem FDP-Ortsverband Schweinheim über das ?Digitale Europa?.
Albrecht_Fehlig
Montag, 13. 05. 2019 - 09:28 Uhr

Die digitale Transformation im Öffentlichen Dienst kann gerade auf kommunaler Ebene für den Bürger zahlreiche Vorteile bieten, wichtig für den Datenschutz und die Datensicherheit ist aber, dass ein unbefugter Datenaustausch zwischen den Behörden unterbleibt...

Die digitale Transformation im Öffentlichen Dienst kann gerade auf kommunaler Ebene für den Bürger zahlreiche Vorteile bieten, wichtig für den Datenschutz und die Datensicherheit ist aber, dass ein unbefugter Datenaustausch zwischen den Behörden unterbleibt. Die Europäische Union kann bei diesem Prozess bis auf die kommunale Ebene hinunter Unterstützung leisten. Das ist die Überzeugung von Uwe Probst, Spitzenkandidat der FDP Unterfranken für die Europawahl 2019. Er diskutierte am 9. Mai 2019 anlässlich der diesjährigen Europawahl mit dem FDP-Ortsverband Aschaffenburg-Schweinheim in der Schweinheimer Ratsstube über das „Digitale Europa“.

In vielen Kommunen sei es heute üblich, so Probst, dass der Bürger sich für Behördengänge einen Tag freinehmen und in Wartesälen stundenlang warten müsste. Erst einfache Vorgänge, wie die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt oder die Registrierung eines Autos, seien heute üblicherweise digitalisiert vom heimischen Computer aus möglich. Ziel sei es, auch komplexere Vorgänge zu digitalisieren wie das Anmelden eines Gewerbes oder das Stellen eines Bauantrages. Aber bereits in Bayern gebe es in jeder Kommune eine eigene Lösung, die oftmals auf der Eigeninitiative einer einzelnen Person beruhe und deshalb nicht nachhaltig betrieben werden könne.

Europäische Standards
Uwe Probst ist der Ansicht, dass die EU bei der Digitalisierung der behördlichen Vorgänge auf internationaler Ebene helfen kann. Sie könne europäische Standards definieren, die zu europaweit einheitlichen Prozessen mit Software in mehreren Sprachen führen könnten. Die EU könne auch Zertifizierungen für Softwareanbieter ausstellen, um die Qualität zu sichern. Fragen nach offenen Schnittstellen und Open-Source-Software könnten zentral geklärt werden.

Max Bruder, Vorstandsmitglied des FDP-Bezirksverbandes Unterfranken und Mitglied des Landesvorstandes Bayern der Jungen Liberalen ist beruflich in Großostheim als IT-Experte tätig. Ihm kommt die Digitalisierung im Bildungsbereich zu kurz. In den Schulen und Hochschulen gebe es noch viel Nachholbedarf. Generell stelle sich auch die Frage, welche Position Europa in der weltweiten Digitalentwicklung einnehme wolle. Er ist überzeugt: „Europa läuft hinterher.“ Wenn weltweit eine Innovation stattfände, machten die europäischen Länder Gesetze dagegen.

Peter Kolb, Vorsitzender des FDP-Ortsvereins Schweinheim, betonte die große Bedeutung, die die digitale Transformation bereits heute für das tägliche Leben der Menschen habe.

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