Freitag, 04.12.2020
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"Gottesdienst für ALLE" in der Amorbacher Abteikirche

Die Hobbits singen ihr Lieblingslied vom Gottvertrauen
Nelli Baumann
Montag, 16. 11. 2020 - 13:32 Uhr

Alle Gottesdienste der evangelischen Kirchengemeinde finden in diesem Winterhalbjahr in der Abteikirche statt. So auch der Gottesdienst für ALLE, den es in jedem zweiten Monat einmal am Sonntagnachmittag gibt. Damit werden in der Einladung alle „Langschläfer, kleine und große Kinder, Hobbits, Schneider, Großväter, Konfirmandinnen, und alle, die eigentlich um 10 Uhr in den Gottesdienst gehen wollten“, angesprochen. Dieses Mal wurden auch explizit alle eingeladen, die ihre Laternen mitbringen wollten. Denn im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Geschichte vom Bischof Martin von Tours, der in seiner Jugend römischer Soldat war und einer der noch wenigen Anhänger Jesu Christi in dieser Zeit. Er schenkte bedürftigen Leuten, soviel er konnte und die Geschichte, in der er seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilt, ist seine bekannteste Legende.
Nachdem alle als einziges Gemeindelied im Gottesdienst das Martinslied gesungen hatte und dann alles Licht gelöscht wurde, um die Laternen zu bewundern, spielten die Hobbits die Martinsgeschichte. Die Hobbits sind eine familienähnliche Wohngruppe der Diakonie in Schneeberg für junge Menschen zwischen sechs und sechzehn Jahren. Die Jungen und Mädchen hatten sich einige Rollen in dem Spiel ausgedacht. Als St. Martin den Mantel mit dem Bettler geteilt hatte und davongeritten und dann eingeschlafen war, erschien ihm Jesus im Traum in einem strahlenden Licht und sagte zum Martin, dass er die gute Tat für ihn, Jesus selbst getan habe. Das leuchtende Licht erschien im Spiel tatsächlich von der Rokokokanzel der Abteikirche und die Hobbits ließen goldene Sternschnuppen von der Kanzel fliegen. Nach dem Spiel sangen die Hobbits mit Gitarrenbegleitung eines ihrer Erzieher, Daniel Hench, ihr Lieblingslied vom Gottesvertrauen.
Die Pfarrerin ergänzte die Botschaft des Spieles mit der Geschichte vom barmherzigen Samariter. St. Martin half, wo er konnte, weil er diese Geschichte kannte und wir helfen auch, soviel wir können, weil auch wir Anhänger von Jesus Christus sind. Viel Hilfe für bedürftige Menschen geschieht dadurch, dass wir Steuern bezahlen. Aber allen Bedürfnissen, die durch die Infektionsschutzmaßnahmen der jetzigen Zeit entstehen, wird der Staat nicht gerecht. Es gibt auch in Amorbach und Umgebung Menschen, die dadurch, dass sie ihre Erwerbstätigkeit einstellen müssen, trotz staatlicher Hilfen in Not kommen. Für diese Menschen wurde dann Geld gesammelt, so wie auch schon beim ersten Lock- Down an Himmelfahrt. Das Geld wird über den Verein „Zum Leben helfen“ einer solchen Person zukommen. Gerne kann noch Geld dafür gespendet werden, (siehe homepage der Kirchengemeinde) es gibt auch Spendenquittungen.

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