Beginn der Passionszeit

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Evang.-Luth. Kirchengemeinde Lohr

Lohr a.Main
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geschl Altarbild
Während der Passionszeit bleibt das Altarbild in der evang. Auferstehungskirche in Lohr a.Main geschlossen.
Foto: Carolin Esgen
Gefäß für Asche
Asche - bereitgehalten in einem speziellen Gefäß auf dem Altar - wurde bei der persönlichen Segnung am Aschermittwoch genutzt.
Foto: Carolin Esgen
„Gut evangelisch“ nannte Pfarrer Heinrich W. Spittler die Möglichkeit, sich persönlich einen Segen zusprechen zu lassen – auf Wunsch mit Aschekreuz. In seiner Zeit als Pfarrer in den USA sei ihm dies vertrauter geworden...
„Gut evangelisch“ nannte Pfarrer Heinrich W. Spittler die Möglichkeit, sich persönlich einen Segen zusprechen zu lassen – auf Wunsch mit Aschekreuz. In seiner Zeit als Pfarrer in den USA sei ihm dies vertrauter geworden. Die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Lohr feierte am Abend des Aschermittwochs eine Andacht, um den Beginn der Passionszeit bewusst zu gestalten, um das Kirchenjahr weiter zu betonen – eine Neuerung, die vom Kirchenvorstand Anfang des Jahres beschlossen worden war.

„Das Aschekreuz macht sichtbar, dass wir innerlich vom Evangelium, von der Botschaft Jesu Christi erfüllt sind, sodass wir auf Äußerlichkeiten im Grunde nicht mehr angewiesen sind“, so Pfarrer Spittler zum Nachdenken herausfordernd. Äußerliche Veränderungen machen aber die innere Umkehr deutlich: das Besinnen auf die Leidenszeit, die Passionszeit Jesu Christi, sein Tod am Kreuz und die Auferstehung. In der Lohrer Auferstehungskirche wird die Veränderung auch durch den geschlossenen Flügelaltar in dieser Zeit sichtbar: traditionell wird dieser erst in der Osternacht wieder geöffnet. Dies ist für manche gar nicht leicht zu sehen, lässt auch hier einen Verzicht spürbar werden. „Ich freue mich jetzt schon, wenn ich den Altar wieder am Ostersonntag offen sehe – mit dem Bild des auferstandenen Jesus Christus in der Mitte“, betonte die Mesnerin Anita Bauer.

„Als ungewohnt“ wurde das Segnen mit Aschekreuz von einigen evangelischen Gottesdienstbesuchern empfunden. „Noch vor 20 Jahren hätte ich mir eine solche Andacht am Aschermittwoch auch nur schwer vorstellen können“, gab Pfarrer Spittler ebenfalls zu. „Aber heute habe ich einen neuen Blick darauf.“ Der zahlenmäßig überschaubare Besucherkreis wurde von einem Gemeindeglied auch positiv wahrgenommen: „So war eine sehr persönliche Ansprache mit viel Zeit gerade auch bei der Segnung möglich. Sehr kostbar.“ Ungewohnte liturgische Elemente, eine besondere Art von Sündenbekenntnis und Zusprache von Vergebung machten aufmerksam. Einfühlsam musikalisch ausgestaltet wurde die Andacht vom nebenamtlichen Organisten Frank Luhn.
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