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Ein bunter Zusammenhalt in Coronazeiten

In der schwierigen Zeit der Mittagsbetreuung an der Erftal-Grundschule mit genügend Abstand konnten die Kinder an Einzeltischen für alle einen Stein bemalen.
Helga Ackermann
Mittwoch, 22. 07. 2020 - 20:39 Uhr

Eichenbühl. Wer in diesen Zeiten in die Aula der Erftal-Grundschule Eichenbühl betritt, dem fallen drei Sachen auf: Große Stellwände mit Anweisungen zur Hygiene, eine mit Absperrband gezogenen Einbahnstraße und eine riesige Spirale aus bemalten Steinen.
Doch hier zum Hintergrund. Nach den ersten Wochen des Homeschoolings kamen die ersten „Kinder“, die in der geforderten Notbetreuung aufgefangen werden sollten. Neben der Aufsicht durch Lehrer wurde auch die Mittagsbetreuung von 11:15 Uhr bis 14:00 Uhr wieder aktiviert. Das war nun eine große Herausforderung für unser Team. Wie war es machbar mit den gebotenen Abstandregeln von 1,5 Metern und den vorgesehenen Hygienevorschriften die Kinder ohne unser übliches Spieleangebot zu beschäftigen?
Wir beratschlagten uns und so entstand der Gedanke für alle Schülerinnen, Schüler, Lehrer und Mitarbeiter der Schule einen Stein bunt anzumalen. Dies konnte gut an Einzeltischen praktiziert werden. Damit wollten wir signalisieren „Du bist ein Teil des Ganzen und auch wenn wir uns nicht sehen können, gehörst du dazu und bist nicht alleine!“
Unter der Regie von Christiane Rüttiger wurden in mehreren Wochen mit Feuereifer Steine bemalt und mit Namen versehen. Oft spiegelte sich in den kleinen Kunstwerden die Vorlieben des Malers oder der betreffenden Person wieder. Vom abstrakten Kunstwerk, Namen im Graffiti-Style, Blumen, Herzen oder kleinen Monstern waren alle erdenklichen Motive vertreten.
Nun ist es geschafft. Weit über 150 Steinen liegen in einer „Corona-Spirale“ in der Aula der Erftal-Grundschule. Für die Spende der Malobjekte möchten wir uns recht herzlich bei der Firma Knapp in Großheubach bedanken. Es wäre schwer geworden, diese große Anzahl aus den eigenen Vorgärten mitzubringen. Zum Schuljahresende dürfen dann auch alle ihre Steine aus der Coronazeit mit nach Hause nehmen. Ein „Meilenstein“ auf einem noch nie da gewesenen Pfad.

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