Mittwoch, 03.06.2020
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Die Krise hinterlässt Spuren im Weltladen Karlstein

Dorothea Bornemann
Dienstag, 19. 05. 2020 - 21:58 Uhr

Mitte März traf es auch den Karlsteiner Weltladen, als die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie umgesetzt wurden. Der Laden musste kurzfristig seine Tür schließen ohne zu wissen wie lange dieser Zustand Bestand haben würde. Mit dem Schwerpunkt Lebensmittel, wurde in den ersten Tagen nach der Schließung geprüft, ob verderblich Ware auf Lager ist, deren Mindesthaltbarkeit in Kürze ablaufen würde. Sowohl Säfte, als auch Weine, Kaffee, Tee oder Schokolade waren alle erst kurz vor der Schließung eingetroffen und somit noch lange haltbar. Nach den ersten Wochen war dann schnell klar, dass es sich um eine anhaltenden Zustand mit starken Auswirkungen handeln würde. Die wirtschaftlichen Auswirkungen im Karlsteiner Weltladen sind, im Gegensatz zu vielen anderen Geschäften, deutlich besser. Dank der Kath. Kirchenstiftung St. Peter und Paul, die kostenfrei die Ladenräumlichkeiten zur Verfügung stellt, entstehen keine Mietkosten. Weiterhin muss der Eine-Welt-Verein auch keine Lohn- oder Gehaltsabrechnungen erstellen. Sowohl der Ladendienst, als auch alle sonstigen Arbeiten wie Einkauf, Verwaltung, Finanzen, Reinigung, etc., die zum Betrieb des Ladens oder der zahlreichen Veranstaltungen notwendig sind, werden ehrenamtlich durchgeführt. So kommt es glücklicherweise zu keiner finanziellen Schieflage des Vereins oder anderer direkten Auswirkungen. Außer, dem eigentlichen Zweck des Vereins, diejenigen zu unterstützen und fördern, die sonst nicht von ihrer Arbeit leben können. Dies betrifft Kleinbauern in südlichen Ländern der Welt, die unter schwierigen Umständen arbeiten und leben müssen, um ihre Familien zu ernähren. Sie leben aufgrund weltweiter, monopolistischer Handelsstrukturen, oft am Existenzminimum. Ihnen gilt die Unterstützung der Weltläden durch fair gehandelte Produkte unserer Wohlstandsgesellschaft.
Mit Kreativität der Krisen begegnen
Aus diesem Grund war auch das Karlsteiner Weltladen-Team gefordert, sich kreative Gedanken zu machen, um den Absatz der Fairtrade-Produkte weiter zu fördern. So entstand, mit Unterstützung der KJG Dettingen, ein Bestell-und Lieferservice für die Karlsteiner Haushalte. Neben den bekannten Weltladen-Produkten konnte auch rechtzeitig zu Ostern Gutscheine oder Geschenkkörbe, bestellt werden. Samstags wurden Sie auf Rechnung frei Haus geliefert.
Zu Muttertag wurden dann, in Zusammenarbeit mit örtlichen Einzelhändlern, spezielle Muttertagskörbchen angeboten und kontaktlos zu den Beschenkten geliefert. Fast 20 Mütter konnten sich so über Blumen, Wein und Süßes ihrer Angehörigen freuen, die damit fair-gehandelt und fair-geschenkt haben.
Ohne Ladenöffnungen konnte im Corona-April wenigstens ein Drittel des sonst üblichen Umsatzes erzielt werden.
Silberstreif am Horizont
Seit Anfang Mai kamen dann die ersten Lockerungen für Einzelhandelsgeschäfte und die Möglichkeit wieder öffnen zu können. Aus Vorsicht und Solidarität gegenüber den ehrenamtlichen Mitarbeitern und Kunden, wurde nur schrittweise ein

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