Digital-Dioramen einer bunten Welt - Schüler des DBG erstellen Spielzeug-Welten

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Wertheim

Wertheim
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Schatzsuche unter den Wellen, Silas Hatzelmann
Foto: AndreasJostDBG
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Hot Agents in the cold Snow-World, Nicola Klein
Foto: AndreasJostDBG
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Reif für die Insel, Madita Pohl
Foto: AndreasJostDBG
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Frühling in Franken, David Helmich
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Hirsch, Wildschein, Fuchs & Co, Hannes Horn
Foto: AndreasJostDBG
Kleine, bunte Plastikfigürchen haben sie gerettet und später berühmt gemacht: die Spielwarenfirma „geobra Brandstätter“ aus dem fränkischen Zirndorf. Dank Playmobil ist das Unternehmen seit Jahrzehnten der erfolgreichste Hersteller auf dem deutschen Spielzeugmarkt...
Kleine, bunte Plastikfigürchen haben sie gerettet und später berühmt gemacht: die Spielwarenfirma „geobra Brandstätter“ aus dem fränkischen Zirndorf. Dank Playmobil ist das Unternehmen seit Jahrzehnten der erfolgreichste Hersteller auf dem deutschen Spielzeugmarkt. In den 1950er Jahren setzte die Firma, die bisher Blechspielzeug hergestellt hatte, auf das damals neue Material Kunststoff. Der erste Erfolg stellte sich bald mit der Produktion von zu dieser Zeit trendigen Hula-Hoop-Reifen ein. Da Kunststoff und sein Grundstoff Erdöl in dieser Zeit billig auf dem Weltmarkt zu haben waren, begann das Unternehmen bald mit der Herstellung von ganzen Möbeln aus Plastik. Doch die Ölkrise 1973 brachte den mittelfränkischen Betrieb bald in ungeahnte Schwierigkeiten. Die Kosten für Erdöl und damit auch die Kunststoffpreise stiegen dramatisch. Dazu kam der starke Kostendruck aus Niedriglohnländern. Der Spielzeughersteller schrieb zum ersten Mal rote Zahlen.
Ein neues Geschäftsfeld musste entwickelt werden. Da kam die Idee des aus Thüringen stammenden Spielzeugentwicklers Hans Beck dem Firmenchef gerade recht. 1971 hatte er kleine, bewegliche Figuren und dazu passendes Zubehör entwickelt. Zunächst einen Bauarbeiter, einen Ritter und einen Indianer. Becks Figuren waren unkompliziert, passten in die Hand eines Kindes, und das Gesicht ähnelte demjenigen einer Kinderzeichnung mit großem Kopf und lächelndem Gesicht. Becks Motto lautete „kein Horror, keine Gewalt, keine kurzfristigen Trends“.
Ein Systemspielzeug entstand, das immer wieder ergänzt werden kann. Durch die kleinen Teile wurde nur wenig von dem zur damaligen Zeit teuren Material Kunststoff benötigt. Playmobil war geboren. Drei Jahre später stellte die Zirndorfer Firma die kleinen Männchen das erste Mal vor. Die Händler waren zunächst skeptisch, die Kunden nicht: Immer mehr Kinder begeisterten sich für das neue Spielzeug. Die Spielwaren-Firma entwickelte sich seitdem zum umsatzstärksten Spielwarenhersteller Deutschlands. Heute bevölkern Milliarden kleiner Playmobilmännchen Kinderzimmer auf der ganzen Welt.
In Zeiten des digitalen Unterrichts und der coronabedingten „Verbannung“ von Kindern und Jugendlichen vor die Laptop- und Computerbildschirme ihrer Kinderzimmer, bot sich im Kunstunterricht des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Wertheim geradezu an, ein digitales Kunst-Projekt in Angriff zu nehmen. Unter der digitalen Anleitung ihres Lehrers Andreas Jost erstellten die Schüler und Schülerinnen der Klasse 8b kleine Dioramen von Playmobilfiguren vor digital erzeugtem Hintergrund. Heitere Urlaubsszenen aus unbeschwerten Vor-Corona-Zeiten, historische Ereignisse der fränkischen Heimat sowie dramatische Abenteuer wurden bunt in Szene gesetzt. Die Fotos dieser Spielzeug-Szenerien wurden dann nochmals digital bearbeitet. Sie sind in einer kleinen Ausstellung im Treppenhaus des Wertheimer Gymnasiums zu sehen und wurden zur Ansicht auch auf digitalen Plattformen des DBG zur Ansicht hochgeladen.

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