Samstag, 22.09.2018

Motorschaden zwingt DLRG zur Zwangspause

Motorrettungsboot ?Adler III? auf dem Main bei Großwelzheim (Archivbild)
DLRG_Seligenstadt
Freitag, 11. 05. 2018 - 13:30 Uhr

Seligenstadt – Damit hatte nun wirklich niemand gerechnet: Mitte April ging bei einer Ausbildungsfahrt mit dem Rettungsboot „Adler III“ auf dem Main auf einmal der Motor aus – und nicht wieder an. „Wir konnten froh sein, dass dies direkt in Ufernähe passierte, sodass wir das Rettungsboot sicher an L...

Seligenstadt – Damit hatte nun wirklich niemand gerechnet: Mitte April ging bei einer Ausbildungsfahrt mit dem Rettungsboot „Adler III“ auf dem Main auf einmal der Motor aus – und nicht wieder an. „Wir konnten froh sein, dass dies direkt in Ufernähe passierte, sodass wir das Rettungsboot sicher an Land befestigen konnten,“ erklärt Ausbildungsleiter Marius Müller. „Für den Notfall sind immer Paddel an Bord, damit wir bei einem Motorausfall zu Not auch ans Ufer paddeln können“, so Müller weiter. Durch die Strömung und den Schiffsverkehr kann es bei einem Motorausfall auch schnell mal zu einer brenzligen Situation kommen, daher werden solche Situationen regelmäßig geübt. In diesem Fall ging aber alles gut, und das Boot konnte schnell am Ufer gesichert werden. Auch wenn alle Bootsführer der DLRG technisch geschult werden und kleine Reparaturen direkt vor Ort durchführen können, konnte diesmal nicht direkt festgestellt werden, warum der Motor nicht mehr an ging.

Ein paar Tage später in der Werft wurde der Motor komplett auseinander gebaut, um den Fehler zu finden. Es stellte sich heraus: Totalschaden! Nicht reparierbar! „Dies war natürlich für alle ein Schock!“ berichtet Erik Friedrich, Leiter der Einsatzabteilung. Der Motor mit Baujahr 2002 hatte bisher immer einwandfrei funktioniert. „Wir hatten in den 16 Jahren noch nie einen Motorausfall oder irgendeine Reparatur am Motor. Deshalb waren wir doch sehr überrascht“, so Friedrich weiter. Sowohl Boot als auch Motor waren jährlich in der Inspektion und wurden regelmäßig gewartet. Daher hatte niemand mit einem baldigen Totalschaden gerechnet.

„Ein neuer Motor kostet etwa 12.000,- Euro. Das hatten wir natürlich im Haushalt nicht vorgesehen,“ erklärt Volkmar Engelbert, Vorsitzender der Ortsgruppe. „Das ist für uns eine Menge Geld.“ Engelbert hofft auf Spenden aus der Bevölkerung um diese hohe Summe schnellstmöglich auftreiben zu können. Die DLRG Ortsgruppe Seligenstadt finanziert sich hauptsächlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. „Ohne Spenden müssten wir unsere Arbeit stark reduzieren“, gibt Engelbert zu bedenken. Spenden ist ganz einfach über die Homepage als Onlinespende möglich, aber auch klassisch per Überweisung. Weitere Informationen zum Spenden und wie die DLRG Ortsgruppe Seligenstadt unterstützt werden kann, stehen auf der Homepage unter: https://seligenstadt.dlrg.de/spenden

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