Mittwoch, 26.09.2018

Das Äußerste, was er zu geben vermag

Burgschauspielverein
Sonntag, 18. 06. 2017 - 21:30 Uhr

Ein Obernburger stellt sich alleine gegen die Mächtigen der Französischen Revolution. Mit dem aktuellen Stück „Adam Lux – frei leben oder sterben“ spricht der Burgschauspielverein Freudenberg eine gestern wie heute bewegende Frage an: wie weit ist jeder Einzelne von uns bereit, für die Freihei...

Ein Obernburger stellt sich alleine gegen die Mächtigen der Französischen Revolution.
Mit dem aktuellen Stück „Adam Lux – frei leben oder sterben“ spricht der Burgschauspielverein Freudenberg eine gestern wie heute bewegende Frage an: wie weit ist jeder Einzelne von uns bereit, für die Freiheit und für ein selbstbestimmtes Leben zu gehen?
Adam Lux wird 1765 in bescheidene Verhältnisse geboren. Das kurmainzische Obernburg, ein typisches Ackerbürgerstädtchen, zählt etwa 1500 Einwohner. Mit nicht einmal 17 Jahren kommt Adam Lux an die Universität Mainz, wo er Philosophie studiert. In seiner Doktorarbeit über den Enthusiasmus legt Lux dar, dass jede Begeisterung zwei Eigenschaften aufweisen muss: das Gute und das Maßvolle – zwei Eigenschaften, die auch den ruhigen, sanftmütigen Lux treffend beschreiben. Lux wird als Abgeordneter in den Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent gewählt und reist kurz darauf als Mitglied einer kleinen Delegation nach Paris. Hier soll der Anschluss von Mainz an Frankreich beantragt werden. Die Freude über den Anschluss an Frankreich und die Mitgliedschaft im Pariser Jakobinerklub, der Muttergesellschaft aller Jakobiner, hält bei Lux jedoch nicht lange. Radikale Jakobiner greifen alle Gemäßigten an, Verunglimpfungen und Drohungen sind an der Tagesordnung. Die dramatischen Ereignisse ab dem 31. Mai 1793, als der Konvent durch Massen von Sansculotten umstellt und 29 Abgeordnete und zwei Minister – sofern noch nicht geflohen – verhaftet werden, stürzen Lux in eine tiefe Krise. Mit seiner Schrift „Avis aux citoyens francais“, in der er scharf mit den Machtkämpfen im Konvent abrechnet, greift der Sohn eines Obernburger Bäckers die großen Revolutionsführer wie Danton und Robespierre an und riskiert damit, alles zu verlieren.
Die Aufführungen finden noch bis 8. Juli jeweils freitags und samstags um 20.30h statt. Karten gibt es unter www.burgschauspielverein-freudenberg.de und an der Abendkasse. Von dem ausgeschilderten Waldparkpatz fährt ab jeweils 18.00h ein Shuttlebus.
Foto: Anneliese und Wolfgang Kiessling, Text: Detlef Scheiber

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