Donnerstag, 20.09.2018

Bläserphilharmonie Rhein-Main feiert 10-jähriges Jubiläum - Konzert in kosmischer Konstellation

Vorstand.BPRM
Donnerstag, 05. 10. 2017 - 16:43 Uhr

Das zehnjährige Bestehen der Bläserphilharmonie Rhein-Main nahm Orchestergründer und Dirigent Jens Weismantel zum Anlass, in einem monumentalen Konzertprogramm „Die Planeten“ von Gustav Holst mit Johan de Meijs „Fortsetzung“, der Sinfonie „Planet Earth“ zu verbinden...

Das zehnjährige Bestehen der Bläserphilharmonie Rhein-Main nahm Orchestergründer und Dirigent Jens Weismantel zum Anlass, in einem monumentalen Konzertprogramm „Die Planeten“ von Gustav Holst mit Johan de Meijs „Fortsetzung“, der Sinfonie „Planet Earth“ zu verbinden.
Leichter Bühnennebel erfüllte am 23. September 2017 den Paul-Hindemith-Saal des Congress Park Hanau, in dem die Bläserphilharmonie Rhein-Main seit neun Jahren zu Gast ist. Verheißungsvoll. Irgendwie gehört ein bisschen Effekt doch zu einer Reise durch das All, wie sie der Titel der Holst-Suite nahelegt. Auf einer quadratischen Leinwand hoch oben über dem Orchester wurden die jeweiligen Planeten langsam eingeflogen und ergänzten das akustische Erlebnis visuell. Als der monotone und beängstigende „Mars“ im 5/4-Takt begann, war die Spannung zu spüren, die die Akteure aufbauten und bis zum Verklingen des 6-stimmigen Frauenchores am Ende des „Neptun“ brillant halten konnten. Die Transkription der „Planeten“-Suite von Geert Schrijvers verlangte vor allem den Holzbläsern alles ab, nicht nur individuell, sondern als komplettes Register, sollten sie doch einen ganzen Streicherapparat ersetzen. Während rhythmische Transparenz und kammermusikalisches Spiel hier vortrefflich dargeboten wurden, brillierten die Blechbläser und Schlagwerker mit der ganzen Bandbreite von sanftem bis voluminösem Klang, stets auf den Punkt, kontrolliert und homogen.
Die obligatorische Pause genügt nur zum kurzen Verschnaufen, denn „Planet Earth“ ist zwar anders, aber nicht minder anspruchsvoll. Kaum war das Licht gedimmt, donnerte es aus den Lautsprechern, ein Dröhnen wie im Kino. Johan de Meij lässt im Studio gesampelte Klänge mit denen des Orchesters mischen und erzeugt fließende Übergänge zwischen zwei vermeintlich unterschiedlichen Welten. Das groß angelegte, dreisätzige Werk entwickelt sich vom „Big Bang“, dem anschließenden Einsatz des Frauenchores und scheinbar vereinzelt eingeworfenen Akkorden zu einem Gesamtbild unseres Heimatplaneten. Drei Celli unterstützen das große Blasorchester, um neue Klangfarben einzubringen. In dieser, vom Flächenklang bestimmten Sinfonie ist Platz für Bilder – geschickt ausgewählt und arrangiert von Anni Komppa, die mit verschiedenen Eindrücken unseres Planeten und der Musik ein spannendes Wechselspiel zauberte.
Mit dieser gewaltigen Energieladung im Rücken darf man den nächsten 10 Jahren der Bläserphilharmonie Rhein-Main gespannt entgegensehen.

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