Dienstag, 14.08.2018

Prof. H. Dingeldein beim Jubiläumsstammtisch der Bezirksgruppe Odenwald

Prof. Dr. H. Dingeldein (rechts) und Heiner Wolf
A.Stephan
Dienstag, 06. 03. 2018 - 12:43 Uhr

Anlässlich des 10jährigen Jubiläums veranstaltete die Bezirksgruppe den 41. Stammtisch in Wersau beim Gickelswirt, wo 2008 der erste Stammtisch stattfand. Vier Mal im Jahr findet an wechselnden Orten zwischen Bergstraße, Neckar und Main dieses Treffen statt, meist mit Vorträgen, die einen Bezug zum ...

Anlässlich des 10jährigen Jubiläums veranstaltete die Bezirksgruppe den 41. Stammtisch in Wersau beim Gickelswirt, wo 2008 der erste Stammtisch stattfand. Vier Mal im Jahr findet an wechselnden Orten zwischen Bergstraße, Neckar und Main dieses Treffen statt, meist mit Vorträgen, die einen Bezug zum Ort haben. So hatte sich schnell eine Gruppe von Stammbesuchern gebildet, die immer wieder auf neue Interessierte vor Ort trafen.

Nach den Begrüßungsworten zum Jubiläum von Heiner Wolf und seinen Danksagungen, stellte Andreas Stephan die Verdienste von Wolf dar, der aus gesundheitlichen Gründen nicht länger Sprecher der Bezirksgruppe sein kann.
Wolf wurde 1962 zur Familienforschung angeregt und ist mittlerweile schon weit über das Erforschen seiner eigenen Vorfahren hinaus zu einem allseits bekannten Ahnenforscher geworden. Er hat das Familienbuch Habitzheim und das Familienbuch Hammelbach/Grasellenbach erstellt, die von der Hessischen familiengeschichtlichen Vereinigung herausgebracht wurden, sowie zahlreiche Online-Ortsfamilienbücher (erschienen unter www.online-ofb.de). Sein neuestes Buch ist zurzeit in der Erstellung und wird sein größtes Werk bisher sein: Das Ortsfamilienbuch Reichelsheim mit allen Filialorten der Pfarrei.
Zukünftig wird Thomas Krämer von Reichelsheim die Aufgabe des Sprechers der Bezirksgruppe Odenwald sein.

Der Referent des Jubiläumsabends war ein Hochkaräter mit Odenwälder Wurzeln, der emeritierte Germanistikprofessor Dr. Heinrich Dingeldein aus Marburg.
Sein Thema war „Deutung der Familiennamen“.
Der Namen ist wichtiger Bestandteil der Identität, im positiven wie im negativen Sinn. Als Beispiele führte Dingeldein das Lächeln an, das die reine Nennung seines Namens außerhalb des Odenwalds verursacht, oder auch den Namen Fick, der sich von Vicke=Tasche herleitet und an dem in früheren Zeiten niemand Anstoß nahm. Der Vorname ist identitätsstiftend und prägend – so ist der Taufakt mit der Verleihung des Namens ein Schöpfungsakt – ungetaufte Kinder blieben ohne Namen.
Doch hat der Mensch oft viele Namen im Leben. Bekam er bei der Taufe den Namen Heinrich Jakob, so nennt er sich außerhalb amtlicher Dokumente nur Heinrich, wird von der Familie Heinz gerufen, von Freunden oder in bestimmten Kreisen hat er einen Spitznamen.
Gab es früher im Ort viele Personen mit gleichem Namen, so wurden Varianten vom Vornamen, wie Hein, Henne, Heiner etc. gewählt, oder er bekam Beinamen, wie den Hausnamen, oder den Beruf, z. B. „Schmieds Heiner“.

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