Mittwoch, 30.09.2020
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Bauernverband vereinbart engere Zusammen-arbeit mit Landrat Sche

Die Teilnehmer von links: Jens-Marco Scherf, Monika Schuck, Dieter Schandel, Paul Grän, Elmar Konrad, Jochen Herberich, Bernhard Henn, Lydia Rüth und Josef Schiepeck.
bbv_aschaffenburg
Dienstag, 15. 09. 2020 - 14:45 Uhr

Miltenberg: Die Kreisvorstandschaft des Bauernverbandes Miltenberg besprach am 21.07.2020 vordringliche landwirtschaftliche Belange mit Landrat Jens-Marco Scherf und weiteren Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt. Ziel war es, die gute Zusammenarbeit fachlich weiter zu vertiefen und anstehende Herausforderungen frühzeitig anzugehen.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass eine gut funktionierende Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist und das landschaftliche Gesicht des Landkreises positiv beeinflusst. Damit das auch weiterhin so bleiben kann, sieht Josef Schiepeck (BBV-Kreisobmann) große Herausforderungen auf die Landwirtschaft zukommen. Eine enge Abstimmung mit dem Landratsamt soll die zunehmende Bürokratie vor Ort erträglicher gestalten, so Schiepeck. Aufgrund seiner Anregung wird künftig jährlich wiederholend eine Landkreisbereisung vor der Ernte zusammen mit Landrat Scherf und weiteren Bereichsleitern des Landratsamtes stattfinden. Dabei soll auch auf die besonderen Leistungen der Landwirte vor Ort hingewiesen werden.
Monika Schuck (BBV-Kreisbäuerin) bemerkt mit ihrer Stellvertreterin Lydia Rüth, dass viel Wissen um die Landwirtschaft verloren gegangen ist und permanenter Druck auf die Politik Gesetze und Auflagen erzwingt, die widersprüchlich sind und von vielen Betrieben nicht mehr geschultert werden können. Deshalb haben die Landfrauen im Bauernverband erreicht, dass unter dem Begriff von „Alltagskompetenzen“ die Schulen landwirtschaftliche Betriebe besuchen können und auch landwirtschaftliche Referenten in die Schule kommen können. Eine Datenbank ist gerade im Entstehen. Damit werden landwirtschaftliche Zusammenhänge frühzeitig aufgezeigt.
An dem rund zweistündigen Gespräch kamen auch andere Themen, wie z. B. die Nutzung von Bauaushub zur Bodenverbesserung, Probleme mit dem Jakobskreuzkraut und dem Wolf sowie weitere zur Aussprache.
Unsere Landwirte sind enorm anpassungsfähig und stellen sich auf Trends und Herausforderungen ein, so Schiepeck. Das dies finanziell auch tragbar ist, müssen höheren Anforderungen auch langfristig gesicherte höhere Preise gegenüberstehen und der Absatz gesichert sein.
Bei der beginnenden Biotopkartierung sagten die Behördenvertreter zu, dass im Rahmen ihrer Möglichkeiten alle Eigentümer persönlich informiert werden, wenn ihre Fläche in die Kartierung aufgenommen wird.

Zum Abschluss lobte Schiepeck Landrat Scherf, der stets pragmatisch handelt und immer bereit ist neue Wege zu gehen.

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