Sonntag, 21.04.2019

Tod und Jenseitserwartungen – Hospizverein Main-Spessart am BNG

Montag, 15. 04. 2019 - 10:25 Uhr

Am Donnerstag vor den Osterferien stellte Herr Zeller vom Hospizverein Main-Spessart passend zum Lehrplanthema „Leben an der Grenze: Tod und Jenseitserwartungen“ in der 10. Jahrgangsstufe den Verein und seine Ziele vor...

Am Donnerstag vor den Osterferien stellte Herr Zeller vom Hospizverein Main-Spessart passend zum Lehrplanthema „Leben an der Grenze: Tod und Jenseitserwartungen“ in der 10. Jahrgangsstufe den Verein und seine Ziele vor. Begleitet wurde er dabei von seiner Kollegin Frau Seubert, welche die Schülerinnen und Schüler mit der Aussage überraschte, die ehrenamtliche Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen sei ein „Hobby“, an dem sie große Freude habe. Wie kann das sein?
Frau Seubert schilderte in ihrem Teil des Vortrages zahlreiche Erlebnisse mit Patienten, die sie nie vergessen werde. „Sterbende brauchen Zeit. Daher ist es wichtig, dass man ganz für sie da ist, auch wenn man eigentlich in einer halben Stunde wieder weg muss.“ Sie empfahl, sich zu ihnen zu setzen und einfach nur da zu sein, die Hände zu halten oder zuzuhören, wenn Redebedarf bestünde. Wichtig sei auch, anzukündigen, wann man wiederkomme, damit die Patienten etwas hätten, worauf sie sich freuen könnten.
Wichtigste Regel der Ehrenamtlichen sei es, die Wünsche der Sterbenden zu erfüllen – das könne auch der Zug an einer Zigarette sein, der dazu führt, dass der Patient sich so sehr freut, dass die strahlenden Augen für immer in Erinnerung bleiben.
Aber auch die Angehörigen werden bei der Begleitung nicht aus den Augen verloren. Oft lösen die Hospizbegleiter diese ab, damit sie auch einmal schlafen oder Termine erledigen können, ohne unruhig sein zu müssen. Die Dankbarkeit zeige sich oft, wenn sich Ehrenamtliche und Angehörige später wieder auf der Straße treffen.
Die Schüler und Schülerinnen waren trotz des ernstes Themas sehr interessiert und nutzten die Gelegenheit, tiefgehende Fragen zu stellen, zum Beispiel, ob sich die Sicht auf den Tod durch die Arbeit im Hospizverein ändern würde.

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