Mittwoch, 16.01.2019

Familiensonntag bei den Urwildpferden und Insektenwerkstatt

amphibie
Freitag, 07. 07. 2017 - 09:03 Uhr

Mit dem BUND Naturschutz ging es ins Naturschutzgebiet an der ehemaligen Range Control in Schweinheim.Gespannt waren alle auf die Przewalski-Pferde, und ganz besonders auch auf das erst 4 Wochen alte Fohlen...

Mit dem BUND Naturschutz ging es ins Naturschutzgebiet an der ehemaligen Range Control in Schweinheim.Gespannt waren alle auf die Przewalski-Pferde, und ganz besonders auch auf das erst 4 Wochen alte Fohlen. Deshalb ging es zuerst mit der Pferdebetreuerin Jacqueline Knoll zur Aussichtsplattform. Die Pferde hatten sich bei der Hitze lieber ein schattiges Plätzchen gesucht, kamen aber nach mehrm. Anlockversuchen doch zum Aussichtspunkt. Das Fohlen dabei immer im Schutz der Herde.Die Wildpferde leben eigentl. völlig unberührt von Menschenkontakt auf dem Gelände außer der Pferdebetreuerin. Aufgrund unterschiedlicher Eigentums-verhältnisse der Pferde besteht bei einigen Tieren die Fütterungs-Verpflichtung von bestimmten Mineralstoffe gefüttert werden müssen. Aus diesem Grund akzeptieren die Pferde die Anwesenheit von Frau Knoll auf dem Gelände. Trotzdem nähert sie sich den Pferden nur sehr vorsichtig. Es sind Wildpferde, die auch einmal sehr kräftig austreten können. Für jeden Fremden, der auf das Gelände eindringen sollte, kann es sehr gefährlich sein.
Frau Knoll erzählt uns auch von den Schattenseiten ihrer Tätigkeit: Trotz der Hinweisschilder, dass die Pferde nicht gefüttert werden dürfen, muss sie regelmäßig körbeweise altes Brot vom Gelände aufsammeln. Zu dem muss sie einmal die Woche innerhalb des Zaunes Müll einsammeln, ein Kollege übernimmt die Säuberung des Weges außerhalb der Koppel. Es haben sogar schon Leute versucht über den Zaun aufs Gelände zu steigen. Für einen Hund der von seinem Besitzer auf das Gelände gelassen wurde, endete der Ausflug tödlich.
Der Umgang mit Wildtieren und deren Akzeptanz, ist in unserer zivilisierten Welt wohl sehr schwierig. Und auch die Zuwiderhandlungen sind schwer zu verstehen.
Das beabsichtigte Naturschutzkonzept für das Gebiet auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz scheint aber aufzugehen. Die „tierischen Landschaftspfleger“, die schon fast ein Jahr auf der Koppel leben, fressen aufkommende Baumschösslinge und Brombeerpflanzen, und erhalten so die offene Weidefläche. Die bodenbrütenden Vögel werden nicht mehr durch freilaufende Hunde aufgestöbert. Wachteln (kleine Hühnervogelart) und deren Küken sind bereits beobachtet worden. Ein Schwarm von Staren begleitete die Pferde. Das Gelände hat den Anschein von einer ruhigen, intakten Landschaft, vergleichbar mit einer afrikanischen Savanne. Zum Abschluss durften die Kinder noch ein kleines Insektenhotel in Zusammenarbeit mit Betreuung und Eltern basteln.

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