Montag, 27.09.2021

Biber-Exkursion mit dem BUND Naturschutz

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe BUND NATURSCHUTZ Aschaffenburg

Aschaffenburg
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Biberexkursion_28.08.2021
BN-Referentin Berit Arendt mit den Exkursionsteilnehmern
Foto: Dagmar Förster
Biberexkursion_28.08.2021
Biberbauwerk nahe Heigenbrückens
Foto: Dagmar Förster
Unter dem Motto „Rewilding … wo Biber bauen, ist auch Natur drin“ hat am Sonntag, den 29. September die Exkursion stattgefunden. Treffpunkt war am frühen Nachmittag, der Sportplatz in Heigenbrücken. Trotz des regnerischen Wetters ließen sich 20 Teilnehmer nicht von der Veranstaltung abhalten...
Unter dem Motto „Rewilding … wo Biber bauen, ist auch Natur drin“ hat am Sonntag, den 29. September die Exkursion stattgefunden. Treffpunkt war am frühen Nachmittag, der Sportplatz in Heigenbrücken.
Trotz des regnerischen Wetters ließen sich 20 Teilnehmer nicht von der Veranstaltung abhalten.
Vom Treffpunkt aus, führte die Biber-Fachberaterin Berit Arendt in das Lohrbach-Tal. Schnell wurde klar, dass der geschützte Landschaftsteil vom Biber mitgestaltet wird.
Trotz der hochgewachsenen Vegetation in diesem Jahr, sah man überall die Gang-Spuren des Bibers, wenn er vom Wasser aus aufs Trockene zur Nahrungssuche wechselt. An vielen Stellen befinden sich die Staudämme, durch die Bereiche des Tales unter Wasser gesetzt werden. Die Biberburgen waren allerdings sehr überwachsen, und man konnte sie nur erahnen. Sie sind im Winter sicher besser zu sehen. Einen Biber sah man leider nicht, denn er ist eher dämmerungs- und nachtaktiv.
Frau Arendt verstand es den Biber als sympathischen Naturbaumeister darzustellen, der er auch sicherlich ist. Anhand von Bildern und Exponaten (Fell, Schädel mit Zähnen, sog. Bibergeil) erklärte sie die Lebensweise, und dass der Biber im Gegensatz zu anderen Wassernagern (Nutria, Bisamratte), nur maximal drei Jungtiere pro Jahr aufzieht. Die Jungtiere leben ca. 2 Jahre im Familienverband, dann müssen sie sich ein eigenes Revier suchen. Bei der Reviersuche kommt es zu erbitterten Kämpfen unter den Tieren, und viele erliegen ihren Verletzungen.In der Vergangenheit wurde der Biber wegen seines Felles und seines Fleisches gejagt, deshalb wurde er bei uns im 19 Jahrhundert ausgerottet. In den 1960er-Jahren begann in Bayern unter der Federführung des BUND Naturschutz ein großes Wiederansiedelungsprogramm. Und mittlerweile ist er in Bayern wieder fest etabliert.
Leider ist er nicht überall gern gesehen, denn er gestaltet die Landschaft zu seinen Gunsten. Das gefällt nicht jedem Grundstücksbesitzer. Und einige Menschen sagen ihm nach, „er würde vieles kaputt“ machen. Aber im Grunde tut man dem Biber damit unrecht.
Schließlich gestaltet der Biber die Landschaft auch zugunsten anderer -bei uns schon seltener Arten: In den eher stehenden Gewässerbereichen mit vielen Verstecken entwickeln sich Fische, Amphibien, Libellen und vieles mehr. Seltene Wasser- und Sumpfpflanzen haben ideale Bedingungen. Auf der Exkursion konnte man deshalb kleine Frösche und sogar eine (ungiftige) Schlingnatter entdecken.
Anhand dieser spannenden Exkursion konnte man den Biber, seine besondere Lebensweise, und seine große Ökosystem-Leistung hautnah erleben.

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