Donnerstag, 19.04.2018

Das Leben als Zahlencode

Kiwi.24
Montag, 10. 07. 2017 - 22:32 Uhr

Schüler des Biotechnologischen Gymnasiums am BSZ Wertheim erhalten Einblicke in die Arbeitsweise von Biodatenbanken Dass die Digitalisierung gerade vor sich extrem schnell entwickelten Wissenschaftsdisziplinen nicht Halt macht war den teilnehmenden Schülern des Biotechnologischen Gymnas...

Schüler des Biotechnologischen Gymnasiums am BSZ Wertheim erhalten Einblicke in die Arbeitsweise von Biodatenbanken

Dass die Digitalisierung gerade vor sich extrem schnell entwickelten Wissenschaftsdisziplinen nicht Halt macht war den teilnehmenden Schülern des Biotechnologischen Gymnasium bereits vor dem Besuch eines Experten der Universität Würzburg klar. Seit knapp einem Schuljahr beschäftigen sich die Schüler der 12. Klasse im Fach Bioinformatik mit Entwicklungen innerhalb der Biologie. Mit Hilfe von speziellen Computerprogrammen lernen sie diese zu analysieren, zu katalogisieren und selbstständig Erwartungen zu hypothetischen Fragestellungen zu formulieren. Fragen wie: „Wann vergrößert sich eine Artenpopulation?“,„Wie wirkt der Mensch auf ein Ökosystem?“ oder „Was für einen Zusammenhang gibt es zwischen bestimmten Krankheiten und Mutationen im Erbgut?“ sind kennzeichnend für den Bioinformatik-Unterricht. Dr. Elke Bleifuß und Adrian Peffgen, Fachlehrer der beiden Schülergruppen luden den Experten PD Dr. Jörg Geiger der Universität Würzburg ein, um den Schülern zu zeigen, dass die Arbeit im Unterricht in direkten Zusammenhang mit aktuellen Themen der modernen Biowissenschaften stehen. Geiger arbeitet an der Interdisziplinären Biomaterial- und Datenbank Würzburg(ibdw), die durch die Bundesregierung gefördert wird und zum Ziel hat, Gewebe und Körperflüssigkeitsproben zu unterschiedlichsten medizinischen Fragestellungen zur Verfügung zur Stellen. Der Biologe und Mediziner Rudolf Virchow sei der erste Wissenschaftler gewesen, der Krankheiten versuchte in ihren Ursachen umfassend zu erklären. Seine Erkenntnis: „Der Gesundheitszustand eines Lebenswesens lässt sich immer auf eine Fehlfunktion von Zellen zurückführen“ sei maßgebende Motivation gewesen überall auf der Welt Bio(daten)-Banken aufzubauen. Jedoch erst durch die Spendenbereitschaft vieler Patienten könne eine Erweiterung des Probenumfangs gewährleistet werden. Bei Patienten, könne durch einen Probenvergleich der Hintergrund der Krankheits-Symptomatik geklärt werden. Geiger betont in seinen Ausführungen, dass Modelle, die von den Probenmengen von Datenbanken profitieren, nie die Komplexität der Wirklichkeit abbilden können, das Zitat des renommierten Biologen Denis Noble würde diese Tatsache gut vor Augen führen: „All modells are wrong but some are usefull“. Eines war allen Schülern nach diesem besonderen Unterricht mal wieder bewusst geworden: Das Biotechnologische Gymnasium liegt am Puls der Zeit.

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden