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Preisgekrönte Baudenkmäler verleihen Aschaffenburg Glanz. Stadtrundgang mit den Altstadtfreunden.

Bei ihrem Stadtrundgang zu preisgekrönten Baudenkmälern machten die Altstadtfreunde auch Station an der Weinstube Kitz, im klassizistischen Stil im frühen 19. Jahrhundert erbaut.
Wilfried Kaib
Freitag, 05. 07. 2019 - 20:10 Uhr

„Wir sind stolz auf unsere Baudenkmäler “, freut sich Josef Forman, Vorsitzender der Aschaffenburger Altstadtfreunde, bei einem Stadtrundgang zu preisgekrönten Denkmälern. Daher würden die Altstadtfreunde seit 2003 einen Preis für besondere Leistungen in der Denkmalpflege verleihen, seit 2017 gemeinsam mit dem Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg. Geehrt werden Personen, die ihr denkmalgeschütztes Haus vorbildlich instand gehalten oder restauriert haben. Der Preis, so Forman, soll weitere Eigentümer anspornen, ihren Besitz zu schätzen und ihn zu pflegen.

Bei dem Stadtspaziergang durch die Altstadt erläuterte Renate Gernhardt vom Vorstand der Aschaffenburger Altstadtfreunde die prämierten Häuser aus den vergangenen Jahrhunderten. Zuletzt hatte das Bürgerhaus Strickergasse 11, um 1730 errichtet, den begehrten „Aschaffenburger Denkmalpreis“ erhalten. Es fällt wegen seiner aufwendigen Stuckfassade mit reichem Zierrat auf. Die preisgekrönten Gebäude aus mehreren Jahrhunderten sagen etwas aus über die Baugeschichte Aschaffenburgs. Das Bürgerhaus Dalbergstraße 41 wurde schon im 15. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Es ist ein Fachwerkhaus mit drei Geschossen und massivem Erdgeschoss.

Das Fachwerkhaus Kleine Metzgergasse 2 wurde 1544 errichtet, sein Obergeschoss kragt über das Erdgeschoss aus, das 1967 massiv erneuert wurde. Aus dem 17. Jahrhundert ist der dreigeschossige Fachwerkbau Dalbergstraße 48 mit einem hohen, massiven Erdgeschoss. Das frühe 18. Jahrhundert ist mit einem Fachwerkgiebelhaus vertreten. Das Wohnhaus eines ehemaligen Bauernhofs konnte nicht gezeigt werden, weil es in der Ruhlandstraße 40 in Leider steht. Ebenfalls aus dem frühen 18. Jahrhundert ist das Bürgerhaus Dalbergstraße 49 mit massivem Erdgeschoss und leicht auskragendem Obergeschoss und dekorativem Sichtfachwerk.
Drei Gebäude sind vom klassizistischen Stil geprägt, so das als Weinstube bekannte Bauwerk in der Treibgasse 19 aus dem frühen 19. Jahrhundert. In der Steingasse 1, Anfang des 19. Jahrhunderts von dem kurfürstlichen Baumeisters Emanuel Joseph Herigoyen geplant, ist ein großes Wohn- und Geschäftshaus, das auf ursprünglich vier Grundstücken steht. Die Fürstengasse 2, 1841 als großes Wohnhaus mit drei Geschossen und rückwärtigem Flügel erbaut, fällt durch seinen klassizistischen Charakter mit repräsentativem Anspruch auf. Das jüngste prämierte Anwesen ist ein dreigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus von 1903 mit einer Fassade aus hellem Sandstein.
Wilfried Kaib

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