Dienstag, 07.12.2021

Waldameisen müssen Radweg weichen! Ameisenumsiedlung in der Rhön.

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Arbeitskreis Natur e.V.

Heimbuchenthal
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Foto: ArbeitskreisNatur
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Foto: ArbeitskreisNatur
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Foto: ArbeitskreisNatur
Völlig überraschend kam ein Anruf von Hubert Fleischmann, dem Geschäftsführer der Ameisenschutzwarte Landesverband Bayern e.V. mit der Bitte zu prüfen, ob die Ameisenheger des Arbeitskreis Natur e.V. (AKN) eine Umsiedelung von Waldameisen in der Rhön übernehmen könnten...
Völlig überraschend kam ein Anruf von Hubert Fleischmann, dem Geschäftsführer der Ameisenschutzwarte Landesverband Bayern e.V. mit der Bitte zu prüfen, ob die Ameisenheger des Arbeitskreis Natur e.V. (AKN) eine Umsiedelung von Waldameisen in der Rhön übernehmen könnten. Auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Zeitlofs und Wildflecken soll ein Radweg angelegt werden, aber im Zuge der Planungsmaßnahmen wurde festgestellt, dass sich insgesamt 17 Ameisenvölker auf der Strecke angesiedelt hatten.
Um die Arbeiten fortsetzten zu können, mussten die Waldameisen ordnungsgemäß an einen anderen geeigneten Standort umgesiedelt werden. Die Umsetzung durfte nur von geprüften Ameisenhegern durchgeführt werden. Da dort in der Nähe niemand diese Ausbildung hatte, kamen die Spezialisten des AKNs ins Gespräch. Die Arbeit reizte uns und nach kurzer Beratung sagten wir zu.
Zuerst musste allerdings geklärt werden, ob eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung von der Oberen Naturschutzbehörde in Würzburg vorlag.
Auf Grund des starken öffentlichen Interesses an dem Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse wurde die Genehmigung kurzfristig erteilt und das Umsetzen konnte beginnen.
Zuerst galt es aber, die genauen Standorte der 17 Nester zu finden und zu sichern. Leider war dies nicht so einfach, denn wir fanden zuerst nur 7 Hügel. Allerdings regnete es an diesem Erkundungstag und die Ameisen blieben in ihrem Bau. Umherliegende Reisighaufen auf der Bahntrasse erschwerten außerdem die Suche. Erst bei einem zweiten Termin und bei strahlenden Sonnenschein konnten wir die genauen Standorte lokalisieren: Fünf Völker blieben noch übrig! Ein weiterer Ameisenhaufen wurde uns noch aus einem Garten gemeldet, etwa 10 m abseits der Bahnstrecke.
Wir vermuten, dass einige von den zuerst festgestellten 17 Völkern sich durch den Ausbau der Schienen und Schwellen gestört fühlten und von selbst abgewandert waren.
Am 8. April war es dann soweit. Mit 10 Fässern, einigen Eimern, Zucker, Zuckerteig und Spezialwerkzeug rückten René Belian, Jürgen Dierks, Tadeusz Kostyszyn und Hubert Brand an, um die Krabbler an ihren neuen Standort – oberhalb von Riedenberg – in den Staatswald zu bringen.
Vorsichtig wurden die Ameisen, Puppen, Eier und Nestmaterial in die einzelnen Fässer gebracht und nach Riedenberg gefahren. An diesem Tag waren dies 24 Fässer und einige Eimer Umsetzungsmaterial mit Ameisen.
Vor Ort wurde ein passender morscher Baumstumpf auserwählt, als Grundlage für das neue Nest. Mit Reisig und Ästen
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