Donnerstag, 24.06.2021

Alt-Katholiken als Feuerschlucker, Jongleure und Akrobaten

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Alt-katholische Gemeinde Aschaffenburg

Aschaffenburg
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Foto: juk.scherer
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Aschaffenburg/Wiesen. Zu einem Gemeindetag der besonderen Art trafen sich daher am letzten Sonntag im Februar rund 50 junge und ältere Mitglieder der alt-katholischen Gemeinde Aschaffenburg mit dem Kinder- und Jugendcircus Blamage...
Aschaffenburg/Wiesen. Zu einem Gemeindetag der besonderen Art trafen sich daher am letzten Sonntag im Februar rund 50 junge und ältere Mitglieder der alt-katholischen Gemeinde Aschaffenburg mit dem Kinder- und Jugendcircus Blamage. Spielfreude und Gemeinschaft standen im Mittelpunkt. Normalerweise trainiert das Zirkusteam in den Schulferien in mehrtägigen Camps Kinder mit und ohne Behinderung. Diesmal hatte sich die alt-katholische Gemeinde aus dem Landkreis Aschaffenburg mit dem gemeinnützigen Verein verabredet und die Gemeindemitglieder erfuhren auf wunderbare Weise, welche Talente in ihnen schlummern und wie viel Spaß es macht, sich diese gegenseitig zu präsentieren.

„Bei uns erfahren die jungen Artisten, dass Spielfreude und Gemeinschaft mehr zählen als Perfektion: Nicht nur Künstler können Kunst machen – jeder Mensch ist ein Künstler“, heißt es auf der Website des Circus Blamage. Nicht nur den vielen Kindern aus der alt-katholischen Gemeinde tat es ungemein gut, durch die gekonnte Anleitung des Zirkusteams Fortschritte bei ihren Übungen festzustellen und schließlich durch den Applaus des Publikums belohnt zu werden. Auch den Erwachsenen machte es sichtlich Spaß, immer wieder aufs Neue Übungen auszuprobieren, zu verbessern und schließlich vors Publikum bringen zu können. Blamieren war hier unmöglich – egal wie viel oder wenig Geschick die einzelnen vielleicht mitbrachten.

Am Ende des Gemeindetages hieß es dann für alle „Manege frei“: Feuerschlucker verschluckten ganz cool ihre Fackeln, Fakirinnen setzten sich furchtlos auf Nagelbetten, junge Fakire stellten sich unerschrocken in einen Haufen von Glasscherben, andere ließen auf ihren Fingerkuppen kleine Flammen tanzen. Jongleure wirbelten mit fliegenden Tüchern, schleuderten Keulen, balancierten Teller auf hohen Stangen und ließen Bälle kreisen. So genannte Parterre-Springer rollten und hechteten übereinander weg, Kadagio-Akrobaten präsentierten wagemutige Hebefiguren und eine andere Gruppe formierte sich immer wieder zu beeindruckenden Menschenpyramiden.

Wer gerade nicht in der Manege stand, applaudierte den anderen lautstark bei deren Vorstellungen – ein ganz besonderes Event für die gesamte Gemeinde. Nur Clowns gab es im Circus Blamage an diesem Nachmittag nicht – ein Clownworkshop wäre vielleicht zu aufwendig geworden oder hätte zu viel Zeit gebraucht. Aber auch ohne ausgesprochene Spaßmacher hatten an diesem Nachmittag alle nur Lachfalten im Gesicht und Freudentränen in den Augen.
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