Mittwoch, 14.11.2018

Dem Mythos böser Wolf ein Ende bereiten - LBV-Wolfsbeauftragter Trapp informierte im HoT über den Heimkehrer

Erst der Mensch macht aus einem Tier eine Bestie
aktiv_im_hochspessart
Freitag, 13. 07. 2018 - 16:30 Uhr

Heinrichsthal. Über eine lange Zeit hinweg konnten die Deutschen den Wolf allenfalls in Tiergehegen beobachten. Jetzt kehrt er langsam wieder in unsere Wälder zurück. In Bayern ist es noch nicht zu einer Rudelbildung gekommen, aber es gibt vermehrt Beobachtungen von Wölfen...

Heinrichsthal. Über eine lange Zeit hinweg konnten die Deutschen den Wolf allenfalls in Tiergehegen beobachten. Jetzt kehrt er langsam wieder in unsere Wälder zurück. In Bayern ist es noch nicht zu einer Rudelbildung gekommen, aber es gibt vermehrt Beobachtungen von Wölfen. Deshalb stellt sich die Frage, wie der Mensch mit seinem ehemaligen Erzfeind zusammenleben kann. Antworten hierauf gab Günter Trapp vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV), Kreisgruppe Aschaffenburg, beim Infoabend „Heimkehrer Wolf - wie nahe ist er uns schon gekommen?“ im Haus der offenen Tür (HoT) in Heinrichsthal.

„Ich fand es sehr gut, dass nicht nur pro Wolf gesprochen wurde, sondern auch auf die Probleme und auf die Problemlösungen hingewiesen wurde“, sagte eine Besucher der Veranstaltung, welche die Aktiv im Hochspessart gGmbH anlässlich der Rückkehr des Wolfes nach Bayern initiiert hatte.

Zuvor hatte Trapp, der als Wolfsbeauftragter für den LBV zu einem konfliktarmen Miteinander von Wolf und Mensch beitragen möchte, ausgeführt, dass die Sorgen der Nutztierhalter ernst genommen werden müssen und sich die Politik aktiv für den Schäfer und den Landwirt einsetzen muss, so dass die Nutztierhalter beispielsweise mit Herdenschutz, Prämien und Versicherungen unterstützt werden. Auch mit den Jägern sollte eine verträgliche Lösung für Wolf, Jäger und Wildtiere gefunden werden.

Vor allem aber informierte Trapp die Besucher im HoT darüber, wie ein konfliktfreies Miteinander zwischen Mensch und Wolf stattfinden kann, indem er die Biologie der Wölfe, ihre Verhaltens- und Lebensweise vorstellte und erklärte, wie man sich ihnen gegenüber am besten verhält, um „Schluss mit den Mythen um den bösen Wolf zu machen“, so Trapp.

„Es war spannend zu erfahren, was es mit den Vorfällen und tödlichen Unfällen mit den Wölfen wirklich auf sich hat. Das letztendlich immer wieder der Mensch der Verursacher ist, wenn er anfängt, wilde Tiere zu füttern“, zeigte sich ein Besucher zum Schluss des Infoabends erstaunt.

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