Mittwoch, 08.04.2020
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AIH wandert zusammen mit dem Heimat- und Kulturverein Habichsthal e. V. entlang der Geschichte der Glashüttensiedlungen

Interessiere lauschen an einer bedeutenden Kreuzung den Berichten über den Transport des Spessartglases.
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Montag, 18. 11. 2019 - 10:41 Uhr

Heinrichsthal:
Gemeinsam mit Thomas Büdel begaben sich ca. 40 Interessierte auf einen Streifzug durch die Geschichte und auf die Spuren der Glasmacher im Spessart.

Stephanie Deinzer begrüßte die Teilnehmer am Haus der offenen Tür und freute sich, dass so viele trotz des schlechten Wetters gekommen waren.

An der 1. Station, der Wilhelmshütte, zeigte Büdel eine Karte mit Hütten um Heinrichsthal und erzählte die Sage vom Wilderer, einem Jäger und dem „Ännchen“ das tragisch zu Ende ging.
Am Lett- und Sandloch wurden Rohstoffe wie Sand und Lehm gefördert. Luftaufnahmen zeigen diese Vertiefungen noch heute. Viel Wissenswertes über Materialzusammensetzungen, Entstehung und Untergang der Glasmacher oder warum es die Franzosen nach Rechtenbach zog, berichtete Büdel.
Eine Kreuzung oberhalb der Schwedenwiese war der nächste Halt. Hier erfuhr man mehr über den Transport des Spessartglases in „alle Welt“.
Reste einer Wildmauer und einer kleinen Hütte mit Wassergraben hatte die 5. Station für die Wanderer parat und veranschaulichte das Leben eines Glasmachers.
An dem letzten Highlight, dem Schwedenkreuz berichtete Büdel über den tragischen Hintergrund dieses Andenkens.

Über die Wiese ging es bergab Richtung Grundstück von Franz Ehrlich. Dort hatte der Heimat- und Kulturverein eine Stärkung für die Wanderer vorbereitet. Leckere Wildbratwürste und Kürbissuppe, Brot und Brötchen wurden aufgeboten. Ebenso kalte oder warme Getränke und sogar Kuchen für die Süßmäuler wurde gebacken.
Eine geschichtsträchtige Führung durch Wald und Flur, bei der man immer gespannt war, was nun als nächstes kommen wird. Thomas Büdel ist ein wandelndes Geschichtsbuch bzw. ein wandernder Geschichtenerzähler.
„Sehr schön war, dass wir direkt vor Ort wissenswertes erfahren haben und man sich alles besser vorstellen kann. Es ist einfach schöner, mit Führung und anderen Geschichtsneugierigen die Heimat zu erkunden.“, teilte eine erstaunte Dame mit.
„Wunderbare Wanderung trotz anfangs schlechtem Wetter.“, stellte ein Herr fest.
„So kann Zusammenarbeit über Landes(kreis)grenzen gehen. Das wussten schon die Glasmacher.“, konstatierte Thomas Ratschke der Vorstand des Heimat- und Kulturverein Habichsthal e. V..

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