Mittwoch, 26.09.2018

Halbtagesausflug der AWO-Stockstadt nach Veitshöchheim.

Ausflugziel der AWO Stockstadt, das Schloss Veitshöchheim mit Rokokogarten
Erich Maiberger
Samstag, 01. 09. 2018 - 22:21 Uhr

Traditionen soll man bewahren. Die neue Vorstandschaft der AWO Stockstadt möchte auch weiterhin die schon zur Tradition gehörenden Halbtagesausflüge stattfinden lassen. Diesmal sollte es nach Veitshöchheim gehen...

Traditionen soll man bewahren. Die neue Vorstandschaft der AWO Stockstadt möchte auch weiterhin die schon zur Tradition gehörenden Halbtagesausflüge stattfinden lassen. Diesmal sollte es nach Veitshöchheim gehen. Dort zur Besichtigung des Schlossgartens. Er ist eine der wenigen Anlagen im französischen Rokokostil in Deutschland, die noch erhalten sind. Heckensäle, Lauben, Pavillons und Rondells sowie künstliche Ruinen findet man in dem Garten. Ebenso eine Grottenanlage, vergleichbar mit der in dem Boboli-Garten des Palazzo Pitti in Florenz.
Im 19. Jahrhundert entging der Park nur knapp der Zerstörung. Beim Bau der Ludwigs-West-Bahn hatten die Ingenieure als optimale Trassenführung die zentrale Allee des Parks eingeplant. Dies wurde durch das Veto König Ludwigs I. verhindert, der eine Streckenführung um den Hofgarten herum anordnete.
Die Bayerische Schlösserverwaltung stellte ab etwa 1990 den historischen Küchengarten wieder her, der als „grünes Archiv“ vergessene Obst- und Gemüsesorten enthält. Alte Gemüse- und Salatsorten, Gewürze, Heilkräuter. Neben Artischocken, Auberginen und Melonen findet man Mohn, Winterportulak und Ysop sowie seltene Obstsorten. Hofgärtner Johann Prokop Mayer (1737–1804) hatte hier, wie auch im Hofgarten der Würzburger Residenz, Formobstbäume mit „Kesselkronen“ eingeführt, die besser mit Nährstoffen versorgt und intensiver der Sonne ausgesetzt sind. Wärmebedürftige Arten wie Pfirsich, Quitte und Birne wuchsen, in verschiedene Formen gebracht, an Spalierzäunen vor schützenden Mauern. Dies und mehr vom Leben in der damaligen Zeit konnten wir von den Führern bei unserem Rundgang im Park erfahren. Natürlich gehört auch eine Kaffeepause zu einem gelungenen Ausflug. An der Mainpromenade gab es genug Einkehrmöglichkeiten mit Blick auf den Main bei strahlendem Sonnenschein. Zur Abschlusseinkehr ging es in den Heimathenhof bevor wir uns auf den Nachhauseweg begaben. Freuen wir uns auf den nächsten Ausflug mit der AWO den wir für die Weihnachtszeit planen.

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