Freitag, 24.05.2019

Gelbe Karte für Katar: Der Weltfußball und die Menschenrechte

Sonntag, 05. 06. 2016 - 16:32 Uhr

Während in Frankreich die Fußball EM vor der Tür steht, blickt Amnesty International voller Sorge auf den Golfstaat Katar, wo derzeit mit geringem medialem und öffentlichem Interesse die Baumaßnahmen für die Weltmeisterschaft 2022 stattfinden...

Während in Frankreich die Fußball EM vor der Tür steht, blickt Amnesty International voller Sorge auf den Golfstaat Katar, wo derzeit mit geringem medialem und öffentlichem Interesse die Baumaßnahmen für die Weltmeisterschaft 2022 stattfinden.
Tausende Arbeitsmigranten, viele aus den Regionen Bangladesch, Indien oder Nepal, werden ausgebeutet. Es geht hierbei um Zwangarbeit bis hin zu Menschenhandel. Viele Arbeiter erhalten ihren Lohn entweder verspätet oder gar nicht. Viele Unterkünfte weisen erschreckende Zustände auf. Die Pässe der Migranten werden einbezogen, sodass diese buchstäblich im Land gefangen gehalten werden.

Amnesty fordert den Weltfußballverband FIFA auf, durch Druck auf die Regierung in Katar Reformen einzuleiten, um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für alle Arbeiter zu erwirken. Die FIFA hat bereits in Hinblick auf einen Amnesty Bericht (The Ugly Side of the Beautiful Game: Exploitation of migrant workers on a Qatar 2022 World Cup site, vom 30. März 2016) eingeräumt nicht genug für den Schutz von Arbeitsmigranten getan zu haben. Des Weiteren hat auch die katarische Regierung versprochen, die in dem Bericht genannten Unternehmen, welche für die Bauvorhaben verantwortlich sind, genauer unter die Lupe zu nehmen.

Auch die Regionalgruppe Miltenberg von Amnesty International versucht durch Öffentlichkeitsarbeit den Blick auf die Menschenrechtsverletzungen in Katar zu schärfen. Mit Postkartenaktionen setzt sich die Gruppe aktiv für menschenwürdige Arbeitsbedingungen ein.
Wer dieses Anliegen unterstützen möchte erhält Petitionslisten oder Karten bei:
Barbara Thienel Tel: 06028/21422 oderwww.amnesty-miltenberg.de

Den gesamten Amnesty Artikel über die Arbeitsmigranten in Katar können Sie finden unter: https://www.amnesty.org/en/documents/mde22/3548/2016/en/

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